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Göttingen Beleuchtung der Deponie Deiderode sorgt für Ärger
Die Region Göttingen Beleuchtung der Deponie Deiderode sorgt für Ärger
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15:11 01.02.2018
Die Mülldeponie Deiderode. Quelle: r
Deiderode

Von nächtlicher „Lichtverschmutzung und Energieverschwendung“ spricht auch ein Tageblatt-Leser. Das Gelände der Deponie sehe aus „wie ein Flugplatz“. Damit werde Energie verschwendet und die Natur ohne Sinn und Verstand beleuchtet, sagt der Hobby-Astronom, der selbst privat auf einen sparsamen Einsatz von Energie achte, wie er betont. Einerseits forciere die Politik den Einsatz von Energiesparlampen, andererseits werde die Deponie „ausgeleuchtet wie ein Fußballstadion“: „Das stört mich seit Jahren.“ Ähnliche Stimmen gibt es auch aus Siedlungen im weiteren Umfeld der Deponie.

Die Göttinger Landkreisverwaltung tritt dem Eindruck entgegen, man leuchte das Deponiegelände ohne gute Gründe aus und verschwende Energie: „Das Beleuchtungskonzept für die gesamte Anlage ist optimiert worden“, erklärt Verwaltungssprecherin Andrea Riedel-Elsner. Bei den von der Kreisverwaltung genutzten Gebäuden stehe „jeweils nur eine geringe Lichtquelle im Bereich der Sickerwasserkläranlage beziehungsweise des Blockheizkraftwerks, die auch aus Arbeitsschutzgründen unverzichtbar sind“.

Die Beleuchtung der gesamten Müllbeseitigungsanlage werde über Teilgruppen so gesteuert, dass unnötige Lichtemissionen vermieden würden. Diese Gruppen, sagt Riedel-Elsner, „umfassen Arbeitsbereiche oder auch Außenbereiche“. Nach Beendigung der Spätschicht gegen 22.30 Uhr werde „in bestimmten Arbeitsbereichen über die entsprechende Gruppe das Licht abgeschaltet. So wird beispielsweise jede zweite Straßenlaterne ausgeschaltet, um Lichtemissionen zu reduzieren.“

Die Straßenbeleuchtung sei bereits mit energiesparenden Natrium-Dampf-Leuchten ausgestattet worden. Die technische Umrüstung solle weitergeführt werden: „Die Beleuchtung der mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage wird noch sukzessive auf energiesparsamere LED-Beleuchtung umgestellt. So werden defekte Leuchtmittel nach und nach auf LED umgestellt.“

Auffälligkeiten in der Vergangenheit erklärt die Kreisverwaltung unter anderem mit einer Störung in der Beleuchtungssteuerung, die jedoch inzwischen beseitigt worden sei. Auch seien die Beschäftigten darauf hingewiesen worden, sparsam mit Licht umzugehen.

Generell sei der Abfallzweckverband bemüht, die Lichtemissionen zu reduzieren. Aus Gründen der Arbeitssicherheit sei es allerdings unumgänglich, die Arbeitsstätte ausreichend auszuleuchten.

Von Matthias Heinzel

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