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Göttingen Mündener Stadtmuseum: Ausstellung „Pilum, Schwert & Palisade“ eröffnet
Die Region Göttingen Mündener Stadtmuseum: Ausstellung „Pilum, Schwert & Palisade“ eröffnet
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18:52 12.05.2013
Ausgräber des Römerlagers Hedemünden: Klaus Grote mit römischer Pionieraxt. Quelle: Theodoro da Silva
Hann. Münden

Mit den Dauerleihgaben des Landes ist die neue Dauerausstellung „Pilum, Schwert & Palisade. Das Römerlager Hedemünden“ im Städtischen Museum bestückt, die am Sonnabend eröffnet wurde. Unter dem Motto „Die Römer sind zurück“ präsentierte das Museum am internationalen Museumstag am Sonntag auch seine neuen Prunkstücke.

Kinder konnten Tuniken anprobieren, sich Filme über die Römer in Germanien anschauen, römische Spiele ausprobieren, mit dem Griffel auf Wachstafeln schreiben und Getreide auf einer römischen Mühle mahlen.

In der Dauerausstellung können Besucher die Rekonstruktionen der kompletten Ausstattung eines Legionärs in Augenschein nehmen.  In einem römischen Mannschaftszelt gibt es Decken und Sitzkissen, um in Büchern über die Römer zu blättern. Ein audiovisueller Flug zeigt die Entwicklung des Römerlagers vor 2000 Jahren.

In klimatisierten Vitrinen ist ein Querschnitt der zahlreichen Funde aus dem Römerlager an der Werra-Furt zu sehen – Nägel, Zeltheringe, Pfeil- und Lanzenspitzen, Werkzeuge und auch ein Nachbau der bislang einzigartigen Handfessel.

Dauerausstellung „Pilum, Schwert & Palisade“ im Mündener Stadtmuseum eröffnet

„Wir müssen maximal 30 Prozent Luftfeuchtigkeit garantieren, um das empfindliche antike Metall zu schützen“, so Museumsleiterin Martina Krug. Die Informationen zur Ausstellung wurden vom Ausgräber des Lagers, dem ehemaligen Kreisarchäologen Klaus Grote, auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht.

Im Museum gibt es auch Grotes 500-seitiges Standardwerk „Das Römerlager Hedemünden“ zu kaufen.

Im Wald auf dem Burgberg werde ein Schatz für die Zukunft gehütet, der weitere Entdeckungen verspreche, sagte Grote bei der Ausstellungseröffnung. Hedemünden sei für einige Jahre ein Stützpunkt des Imperiums gewesen. Wenn der Feldherr Drusus nicht vom Pferd gefallen und die Varusschlacht nicht gewesen wäre, hätte es in Germanien auch anders kommen können.

„Die Funde sind nicht in Hannover, weil wir eine große Krake sind“, sagte der stellvertretende Leiter des Landesmuseums, Martin Schmidt. Im zentralen Depot des Landes würden die Objekte geschützt. Erklärte Politik sei, Funde auch wieder vor Ort zurückzugeben und Bestände wandern zu lassen.

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