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Programm rund um Flüchtlinge und Migration

Halbjahresprogramm des Museums Friedland Programm rund um Flüchtlinge und Migration

Das Museum Friedland hat sein erstes Halbjahresprogramm vorgestellt. Geplant sind Vorträge, Sonderausstellungen, Filmvorführungen, Lesungen und Führungen zu den Themen Migration und Flüchtlinge, Sport, Archivarbeit und Integration.

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Museumsleiter Frank Frühling, Öffentlichkeitsreferentin Eva Völker, Wissenschaftlicher Museumsleiter Steffen Wiegmann (v.l.)

Quelle: hein

Friedland. Zum Auftakt stellt der in Wien lehrende Zeithistoriker und Universitätsprofessor Philipp Ther am 28. Februar im Museum im Grenzdurchgangslager Friedland ab 19 Uhr sein neues Buch „Die Außenseiter“ vor. Darin geht um die lange Geschichte von Flucht, Migration und Neubeginn in Europa. Ther beschreibe die Flüchtlinge in seiner Darstellung nicht als Objekte, sondern vor allem als handelnde Subjekte, erklärte der wissenschaftliche Leiter des Museums, Steffen Wiegmann, am Dienstag bei der Vorstellung des Halbjahresprogramms.

Anlässlich des bundesweiten Tags der Archive gewährt das Friedländer Museum am Sonntag, 4. März, ab 15 Uhr Einblicke in den vielfältigen Bestand zur Geschichte des Grenzdurchgangslagers von 1945 bis heute. Unter anderem präsentiert das Museum Malereien von Herrmann Günther aus Jühnde, die dem Museum kürzlich als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt wurden. Die Bilder stellen den Alltag eines deutschen Soldaten in einem russischen Kriegsgefangenenlager dar.

Am Sonntag, 18. März, referiert Wiegmann unter dem titel „Der Fremde als Provokateur“ über Migration und Integration als historische konstanten in Niedersachsen. Beginn im Museum im ehemaligen Friedländer Bahnhof ist um 11 Uhr. Aus ihrem Roman „Morgenland“ liest die Göttinger Autorin Luise Rist am Mittwoch, 11. April. Sie erzählt eine Geschichte über Flüchtlinge in Serbien im herbst 2016, als sich die Grenzen zu Ungarn schlossen. Beginn im Museum ist um 19 Uhr.

Anlässlich des Auftaktkonzerts der diesjährigen Händelfestspiele am Sonnabend, 21. April um 19 Uhr in der St. Norbert-Kirche im Grenzdurchgangslager bietet das Museum um 17.30 Uhr eine Führung für die Konzertbesucher an. Zum internationalen Museumstag am Sonntag, 13. Mai, wird um 14 Uhr die Ausstellung „Only Human. Leben, Lieben, Mensch sein“ eröffnet.

Der Film „Wir sind Juden aus Breslau“ von Karin Kaper wird am Mittwoch, 16. Mai, gezeigt. Kaper lässt darin NS-Zeitzeugen im Alter von mehr als 90 Jahren auf Schüler aus Breslau treffen. Beginn ist um 19 Uhr. Für den Weltflüchtlingstag am Sonntag, 17. Juni, bereitet das Museum einen Aktionstag vor. Eingeladen sind die Bewohner des Grenzdurchgangslagers und die interessierte Öffentlichkeit. Die Sonderausstellung „Entscheidend ist auf dem Platz“ öffnet am Sonnabend. 11. August. Darin geht es um die Integrationswirkung des Sports.

Das Halbjahresprogramm sei „ein guter Spiegelbild dessen, was bei uns passiert“, erklärte Wiegmann. Im vergangenen Jahr hätten etwa 20000 Menschen die Ausstellung besucht, sagte Museumsleiter Frank Frühling. Das Anfang 2016 eröffnete Museum im historischen Friedländer Bahnhof zeigt in einer Dauerausstellung auf einer Fläche von 350 Quadratmetern die mehr als 70-jährige Geschichte des benachbarten Grenzdurchgangslagers Friedland.

Von Matthias Heinzel

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