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Göttingen Nach Brandanschlag in Göttingen
Die Region Göttingen Nach Brandanschlag in Göttingen
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00:16 03.05.2016
Der Kreisverband der Göttinger Piraten ist "angesichts der Zunahme politisch motivierter Gewalt" in Sorge. Quelle: Thiele
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Göttingen

»Die zunehmende Gewaltbereitschaft unterschiedlicher politischer Strömungen ist besorgniserregend.

Egal, ob es um Gewalt gegen linke Kommunalpolitiker und Aktivisten geht, wie wir sie derzeit an vielen Orten beobachten, oder um Gewalt gegen Burschenschaftler oder Politiker rechter Parteien: Einschüchterung darf niemals und nirgendwo Mittel der Politik sein", sagte der Vorsitzende des Kreisverbandes der Piraten, Niels-Arne Münch. "Schon der Niedergang der Weimarer Republik war eng verknüpft mit der Zunahme von Einschüchterung und politischer Gewalt gegen alle Andersdenkenden. Dies darf sich nicht wiederholen", so Münch.

„Gewalttätigkeit auch in der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung kann und wird unsere Stadt nicht dulden.“ Das hatte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) nach dem Brandanschlag betont. Göttingen sei stolz darauf, teilte Köhler mit, eine Stadt zu sein, die keine Bevölkerungsgruppe ausgrenze. „Wer in Göttingen lebt, darf keine Gewalt fürchten müssen, ob er einer Burschenschaft angehört oder nicht.“

Der SPD-Verwaltungschef teilt demnach die Ansicht der Ratsgruppe aus CDU und FDP, die beklagt hatte, zu den Vorfällen zu schweigen bedeute, die Gewalt in diesen Fällen offenbar zu billigen, Gewalttäter zu legitimieren und eine Zuspitzung gewalttätiger Auseinandersetzungen zu riskieren. Göttingen habe sich bei der Aufnahme von Menschen, die vor Terror und Gewalt fliehen, als hilfsbereite Stadt erwiesen. „Mit gleicher Entschlossenheit müssen wir auch gegen jede Form hausgemachter Gewalt bei uns selbst vorgehen“, sagte der Oberbürgermeister.

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