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Göttingen Nach Petry-Vorfall in Göttingen: Piraten und Junge Union verurteilen Angriff
Die Region Göttingen Nach Petry-Vorfall in Göttingen: Piraten und Junge Union verurteilen Angriff
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18:32 29.05.2015
Frauke Petry, Sprecherin der Alternative für Deutschland (AfD). Quelle: Hiekel/dpa (Symbolfoto)
Göttingen

"Als Bürgerrechtspartei halten wir die nationalistischen und fremdenfeindlichen Positionen der Alternative für Deutschland für ausgesprochen widerlich, aber das Recht auf freie Meinungsäußerung ist eine der Grundsäulen der Demokratie und gilt für alle – auch für die AfD", erklärte Niels-Arne Münch, Vorsitzender der Piraten.

Für den Göttinger Kreisverband der Jungen Union (JU) reiht sich der Petry-Vorfall vom Mittwoch in die Liste "linker Gewalttaten und Meinungsunterdrückungen" in Göttingen ein. Er verurteilt den Übergriff scharf und sieht nun die Stadt Göttingen in der Pflicht, "endlich Konzepte zur Bekämpfung der linksextremistischen Szene in Göttingen zu entwickeln". 

„Auch wir distanzieren uns klar und deutlich von den Positionen der AfD und wären froh, es gäbe für diese Partei keine Anhängerschaft“, sagte JU-Sprecherin Alexandra Seebode. Als Demokraten könne es die JU aber nicht akzeptieren, dass Menschen für das Vertreten ihrer Meinung verfolgt, beschimpft und angegriffen werden. Eine Demokratie müsse auch sehr konträre Meinungen aushalten können.

Die "Attacke" auf Petry zeigt dem niedersächsische Landesvorsitzende Armin-Paul Hampel "die Radikalität des linksgrünen Mobs". Das sei "primitiv und menschenverachtend", sagte Hampel. Wer das in einer Demokratie dulde oder unterstütze, mache sich selbst schuldig. Die etablierten Parteien müssten ihre erkennbare Unterstützung für "diese unwürdigen Geister" umgehend einstellen. Er hält den Gedanken, den Rechtsradikalismus bekämpfen zu wollen, indem man die Linksradikalen dafür bezahlt, für brandgefährlich.

Vor dem Bundesparteitag der AfD in zwei Wochen in Kassel hat sich Hampel für die AfD-Doppelspitze neben Petry in Position gebracht. Er stünde zur Verfügung, sagte er der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung: „Ich kann mir vorstellen, für einen Sprecherposten zu kandidieren." Um die liberalen AfD-Mitglieder mitzunehmen und zu repräsentieren, die wie er von Parteichef Bernd Lucke enttäuscht seien, sagte Hampel.

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