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Göttingen 42300 Euro für krankes Mädchen aus der Ukraine
Die Region Göttingen 42300 Euro für krankes Mädchen aus der Ukraine
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19:37 02.03.2018
Die 15-jährige Anna (l.), die derzeit mit ihrer Mutter Nina im Elternhaus für das krebskranke Kind lebt, ist vom Spendenaufkommen überwältigt. Quelle: Maren Iben
Göttingen

Nach einem Spendenaufruf der Elternhilfe für das krebskranke Kind in Göttingen sind für die 15-jährige Anna Shvets aus der Ukraine 42300 Euro zusammen gekommen. Für die dringend notwendige Behandlung des an einem Hirntumor erkrankten Mädchens hatte die Familie auf 10000 Euro gehofft.

„Enorme Hilfsbereitschaft“

Von einer „enormen Hilfsbereitschaft“ berichtet Dagmar Hildebrandt-Linne, Geschäftsführerin des Elternhilfe-Vereins, der auch das Elternhaus betreibt, in dem Anna derzeit zusammen mit ihrer Mutter Nina lebt. Dort war die junge Ukrainerin schon mehrfach mit ihrer Familie untergebracht, weil sie vor Jahren an einem Hirntumor erkrankt war und im benachbarten Klinikum behandelt werden musste.

Mehr über Anna und ihren Aufenthalt im Elternhaus.

Weil der Tumor jetzt zurückkehrte, ist eine aufwendige Strahlenbehandlung nötig; bis zu 27 Mal muss die tapfere Jugendliche die Prozedur über sich ergehen lassen. Annas Familie hatte aus eigener Tasche bereits 100000 Euro für Behandlungen ausgegeben.

Da sie die noch immer hohen Folgekosten nicht mehr selbst stemmen konnte, warb die Elternhilfe um Unterstützung und richtete ein Spendenkonto ein. „Es war einfach überwältigend, wie der Kontostand von Tag zu Tag anstieg. An einem Tag waren 6000 Euro auf dem Konto, am nächsten plötzlich schon 11000. Wir erklärten den Spendern dann, dass die Behandlungskosten bereits gedeckt seien, und trotzdem wollten sie Anna weiterhin unterstützen“, berichtet Hildebrandt-Linne. Somit könnten nun beispielsweise auch Heimflüge für die Familie finanziert werden.

Anna selbst, deren Prognose trotz der nun möglichen Behandlungen nicht gut aussehe, sei äußerst dankbar für die enorme Unterstützung. Am 27. Februar wurde sie 15 Jahre alt; ein paar Tage später gab es im Elternhaus sogar eine kleine Geburtstagsparty für sie – organisiert von der Elternhilfe.

Von Markus Riese

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