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Göttingen Näder spendet bis zu eine Million Euro für Kunstquartier
Die Region Göttingen Näder spendet bis zu eine Million Euro für Kunstquartier
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08:03 17.05.2018
Die Baugrube und das Umfeld des zukünftigen KuQuas. Quelle: Christoph Mischke
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Göttingen

Danach hat der Eichsfelder Unternehmer Hans Georg Näder per Mail „in Aussicht gestellt“ bis zu einer Million Euro zu spenden. Die Göttinger Firma Sartorius werde „dafür sorgen“, dass der Eintritt in den Anfangsjahres des geplanten Kunsthauses frei bleiben wird, so Köhler. Hinzu komme eine weitere Privatspende in Höhe von 52 000 Euro. Außerdem finanziere der Verleger Gerhard Steidl eine Küche im Seminarbereich. Darüber hinaus werde Steidl auf eigene Kosten auf seinem benachbarten Gelände einen Pavillon erreichten und mit Kunstinstallationen des „weltbekannten Künstlers Jim Dine“ ausstatten.

Verhaltener Applaus im Rat

„In den letzten Tagen ist es uns gelungen, die Finanzierung des KuQuas auf neue Beine zustellen“, leitete Köhler seine überraschende Mitteilung über die hohe Spendenbereitschaft und Unterstützung auch vom KuQua-Stammtisch sowie von Nachbarn ein. Der folgende Applaus des Rates war allerdings verhalten.

Mindestens eine Million teurer

Das ehrgeizige Projekt ist umstritten. Als im April bekannt geworden war, dass das KuQua statt fünf Millionen Euro voraussichtlich sechs Millionen Euro kosten wird, war die Debatte darum erneut entflammt. Bis auf die SPD kritisieren fast alle Ratsfraktionen das Projekt und Kostenentwicklung. Wesentlicher Grund für die Mehrkosten sind nach Verwaltungsangaben steigende Preise im Baubereich.

KuQua als „einmalige Chance“

In einer Erklärung vor dem Rat hatte Köhler diese ebenfalls noch einmal genannt und auf ähnliche Ausgabensteigerung auch bei anderen Bauprojekt hingewiesen. Zugleich appellierte er an die Ratsmitglieder, bei der Umsetzung des KuQua „an einem Strang zu ziehen“ und diese „einmalige Chance“ wahrzunehmen.

Bereicherung der Göttinger Museumslandschaft

Das geplante Kunstquartier in der südlichen Innenstadt sei Teil einer umfangreiches städtebaulichen Quartiersverbesserung. Zugleich sei es ein wichtiger Anstoß zur Bereicherung der Göttinger Museumslandschaft, so Köhler.

Von Ulrich Schubert

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