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Göttingen Nansen-Initiative demonstriert für sozialen Wohnraum
Die Region Göttingen Nansen-Initiative demonstriert für sozialen Wohnraum
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09:37 15.06.2018
Die Nansen-Initiative hat am Donnerstag eine Demo gegen den Ausverkauf der Stadt und für sozialen Wohnraum organisiert. Quelle: Foto. Heller
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Göttingen

Bei der ersten Kundgebung am Rathaus forderte ein Sprecher die Göttinger Stadtverwaltung und die lokale Politik auf, am Freitag in der Sitzung des Stadtrates den geplanten Verkauf des Fridtjof-Nansen-Hauses abzusagen. Mit Transparenten und Parolen wie „Kommunismus statt Wohnungsmarkt“ oder „Wohnraum vergesellschaften“ forderten sie eine grundsätzliche Änderung der Wohnungspolitik: „Wir wollen, dass öffentliches Eigentum dauerhaft öffentliches Eigentum bleibt.“ Außerdem müsse die Stadt kommunalen Wohnraum schaffen.

Nansen-Initiative demonstriert für sozialen Wohnraum

Eine weitere Forderung: die Schließung des umstrittenen Flüchtlingswohnheims auf der Siekhöhe. Die Unterkunft sei „ein Isolationslager“. Die Geflüchteten sollten in das Fridtjof-Nansen-Haus einziehen dürfen, sagte der Sprecher der Initiative „Nansen1“, Felix Bluhm.

Symbolischer Einzug

Am Fridtjof-Nansen-Haus an der Merkelstraße rückten die Demonstranten mit einem Möbelwagen an. Sinn der symbolischen Aktion: den Einzug in das Gebäude darzustellen und das Gebäude „als sozialen Wohnraum zu eröffnen“. Das Gebäude solle ein „Soziales Zentrum für das Ostviertel“ werden. Also machte man es sich auf Sofas und vor Tischen und bei kühlen Getränken und Kuchen bequem.

Eine Aufforderung der in erheblicher Personalstärke angetretenen Göttinger Polizei, die Möbel vom Nansen-Grundstück zu entfernen, verhallte zunächst ungehört. Stattdessen wurde die umliegende Villengegend mit populärem Liedgut beschallt.

Initiativen-Sprecher Bluhm sagte, es gehe nicht nur um diese eine prominente Immobilie, sondern „um Wohnraum und Wohnflächen an sich“. Obwohl es nicht danach aussehe, hoffe er immer noch, dass das Fridtjof-Nansen-Haus nicht verkauft werde. Das Ziel sei, „den unsozialen Plänen der Stadt einen Riegel vorzuschieben“.

Von Matthias Heinzel

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