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Göttingen Neubau des Festen Hauses: 220 Bäume fallen
Die Region Göttingen Neubau des Festen Hauses: 220 Bäume fallen
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00:17 07.02.2013
Abgesteckt und umgehauen: Auf dem Leineberg entsteht das Feste Haus. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Derzeit, so erläutert Michael Brassel, Bauamtsleiter beim Staatlichen Baumanagement Südniedersachsen, würden für den Neubau die Ausschreibungen erarbeitet, die in Kürze erfolgen sollen. 70 bis 80 Prozent der Arbeiten sollen europaweit ausgeschrieben werden. Brassel rechnet damit, dass Ende Mai, Anfang Juni die Tiefarbeiten beginnen können.

Für den Bau veranschlagt Brassel Kosten in Höhe 30 Millionen Euro. Anfang 2009 bei der ersten Vorstellung der Pläne für das Haus auf dem Göttinger Leineberg waren maximal 20 Millionen Euro im Gespräch. Bis Ende 2015, so Brassel, soll der Neubau nach Plänen des Göttinger Architekten Hansjochen Schwieger fertig sein.

„Ein strenger Ziegelbau, der die Jahrzehnte überdauert“, beschreibt Schwieger seinen Entwurf. Umgeben ist das Gebäude von der sogenannten Moringer Hecke: Einer Hecke, in deren Inneren Stacheldraht gespannt ist und die Ausbrüche verhindern soll. Statt bisher 32 soll das neue LKH-Gebäude 70 Plätze enthalten. 115 Arbeitsplätze sollen durch den Neubau erhalten oder neu geschaffen werden.

In der Novembersitzung hatte der Rat der Stadt bei namentlicher Abstimmung mit seiner Zustimmung für den Bebauungsplan den Weg für den Neubau freigemacht. 31 von 40 stimmberechtigten Ratsmitgliedern stimmten dafür, neun (Grüne: Margit Göbel, Ernst Gottwald, Lara Piepkorn, Rahima Valena. Linke: Civar Akad, Patrick Humke, Gerd Nier. Piraten: Martin Rieth, Tobias Schleuß) dagegen.

Zuvor hatte es monatelang Diskussionen um das Feste Haus, alternative Standorte und die Zerstörung des Parks gegeben.

Das Feste Haus ist der Hochsicherheitsbereich des Landeskrankenhauses Moringen (LKH) für gefährliche Patienten des Maßregelvollzugs. Im Maßregelvollzug sind psychisch kranke Straftäter untergebracht, die als schuldunfähig oder vermindert schuldfähig gelten und von denen eine weitere Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht.

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