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Göttingen Neue Halle mit 18 Andockstationen
Die Region Göttingen Neue Halle mit 18 Andockstationen
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15:54 05.10.2017
Die neue Halle der Spedition Krüger verfügt über 18 Anleger. Quelle: Foto: R
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Göttingen

„Wir bauen den Bereich der nationalen und internationalen Ladungs- und Teilpartien weiter aus“, sagt Andreas Krüger, geschäftsführender Gesellschafter der Krüger Internationale Spedition GmbH. Daher habe sich das Unternehmen eine neue Halle mit 18 weiteren Andockstationen bauen lassen.

„Ladungs- und Teilpartien sind Sendungen mit einem Gewicht von mehr als zweieinhalb Tonnen“, erklärt der Unternehmer, der die Firma in dritter Generation führt. Für diesen Bereich hätte er mit Marco Butter einen Spezialisten in die Geschäftsführung mit aufgenommen. „Auch der nationale und internationale Sammelgut-Linienverkehr wächst“, führt der Mittelständler mit Blick auf die „boomende Wirtschaft“ aus. Seine Spedition sammle die bis zu zweieinhalb Tonnen schweren Frachten bei Kunden in den Großräumen Göttingen und Kassel ein, sortiere sie auf dem Firmengelände an der Industriestraße nach Zielen und schicke sie auf festen Routen zu Partnerfirmen. Von dort würden sie dann in den dortigen Regionen ausgeliefert. „Mit der neuen Halle können wir die steigende Nachfrage bewältigen“, sagt Krüger.

Die moderne Halle erweitert die Kapazitäten deutlich. Quelle: r

Unzufrieden zeigt sich der Spediteur dagegen mit den gesetzlichen Vorgaben im deutschen Ladungsfernverkehr. „Seit dem 25. Mai dürfen die Frachtführer ihre Ruhezeit am Wochenende nicht mehr im Lkw verbringen, sondern müssen sich ein Hotelzimmer nehmen“, berichtet Krüger. Weil sich das ausländische Transportunternehmen nicht leisten könnten, gebe es in diesem Bereich immer weniger Anbieter. „In den anderen regionalen Flächenverkehr haben wir diese Probleme nicht, da wir dort nicht übers Wochenende unterwegs sind“, betont Krüger. Derzeit setze er 46 Fahrzeuge ein, eigene und fest bei Partnerfirmen gebuchte Lkw. In naher Zukunft sollten es mehr als 50 Fahrzeuge werden. Tätig sei Krüger unter anderem für die Hersteller von Anlagentechnik, von Verpackungen, Folien, Aluminiumprodukten, Druckfarben, aber auch Konserven und Badeinrichtungen.

Lob zollt der Spediteur der Kasseler Firma Goldbeck Nord, die die neue Halle innerhalb des gesetzten Rahmens – ein halbes Jahr Bauzeit und eine knappe Million Euro Baukosten – geplant, konzipiert und umgesetzt habe. Goldbeck-Mitarbeiter Bengt Wilken gibt das Kompliment zurück; die Abstimmung der Arbeiten während des laufenden Speditionsbetriebs habe „super“ geklappt. Der Auftrag sei für Goldbeck nicht außergewöhnlich gewesen. Das Unternehmen, das sich in mehrere Regionalgesellschaften gliedere, baue deutschlandweit jedes Jahr Hallen mit einer Gesamtfläche von einer Million Quadratmetern.

Die offizielle Übergabe der neuen Halle erfolgte während eines Oktoberfests, dass die Spedition für 300 Lieferanten, Kunden und Mitarbeiter ausrichtete. Das 1948 gegründete Unternehmen, zu dem noch die Logistiktochter GLS gehört, hat 143 Beschäftigte.

Von Michael Caspar

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