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Göttingen Neue Kamera „lässt Tatort sprechen“
Die Region Göttingen Neue Kamera „lässt Tatort sprechen“
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20:38 30.11.2009
Phänomenale Spheronkamera: Lothar Fehr und Kamera. Quelle: Vetter
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AM Montag wurden die jüngsten Errungenschaften der Polizeidirektion Göttingen vorgestellt: der vom Leiter der Kriminaltechnik der Inspektion Northeim, Siegfried Grothey, mit entwickelte Tatortwagen (Tageblatt berichtete) sowie eine neuartige Spheronkamera, die Rundumaufnahmen von Verbrechens-Schauplätzen macht. Die Kamera, so schwärmt der Chef der Göttinger Kriminaltechnik, „lässt den Tatort sprechen“.

Tatsächlich ermöglicht es die Kamera, Tatorte so plastisch darzustellen, wie zuvor kein anderes Aufzeichnungsgerät. 90 000 Euro kostet eine solche Kamera, die einen 360-Grad-Blick durch die Räume eines Verbrechens ermöglicht, diesen auf CD aufzeichnet und über Laptop und Handy binnen kürzester Zeit den Ermittlern weitab vom Tatort zugänglich macht. Einmal dokumentiert, kann der Tatort später von vielen spezialisierten Kräften auf der Suche nach Ermittlungsansätzen analysiert werden. Dem kriminaltechnischem Ziel, so wenig wie möglich Ermittler an den Tatort zu lassen um nur ein Minimum eigener Spuren dabei zu erzeugen, kommt die Polizei mit dem Gerät einen großen Schritt näher.

Polizeipräsident Hans Wargel begrüßte die beiden Neuanschaffungen – Tatortwagen wie Spheronkamera – deshalb als Teil der „Innovationsoffensive“ des Innenministeriums. Weil alle sechs Polizeidirektionen mit jeweils einer Kamera samt Zubehör ausgestattet werden, lässt sich das Land diese Technik 650 000 Euro kosten. Sogar jede einzelne Polizeiinspektion – allen voran ausgestattet mit dem ersten Fahrzeug die Inspektion Northeim/Osterode – wird eines der neuen Tatortfahrzeuge erhalten. 30 Stück wurden geordert für Niedersachsen, zehn sind bereits beschafft und werden jetzt ausgerüstet. Ein jedes Auto kostet 70 000 Euro, so dass das Land insgesamt 2,1 Millionen dafür investieren wird.

ck

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