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Göttingen Neuer Altar in St. Johannis geweiht
Die Region Göttingen Neuer Altar in St. Johannis geweiht
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00:18 14.02.2018
Abendmahl im neu eingerichteten Chorraum der St.-Johanniskirche. Quelle: Foto: PH
Göttingen

Im Eingangsbereich sind Farbeimer mit der Aufschrift „Ein Taler für den Maler“ aufgetürmt. Daneben weisen Infotafeln auf die ab Sommer bevorstehenden Arbeiten im Kirchenraum hin. St. Johannis steht derzeit im Zeichen der Erneuerung. Das wird im bereits sanierten Chorraum noch deutlicher, wo seit Sonntag die neuen Prinzipalstücke – Altar, Kanzel und Pult aus hellem Ahornholz – offiziell in Benutzung genommen wurden. „Es ist ein besonderer Moment für ein Kirchengemeinde. Und es ist mir eine Ehre, den mit Ihnen zu feiern“, sagte Gorka zu den rund 300 Gläubigen. Es gebe allerdings ein Problem, ergänzte er. „Wir segnen eigentlich keine Gegenstände.“

Und so bediente sich Gorka einer Lutherischen Regieanweisung. Der hatte im Oktober 1544 die Schlosskirche in Torgau als erste protestantischer Kirchenbau geweiht und damit eine „nüchterne Betriebsanleitung“ vorgelegt. Und wie einst der Reformator beteiligte jetzt der Landessuperintendent die ganze Gemeinde an der Weihe durch ein gemeinsames Gebet und die abschließenden Dreifaltigkeitsformel: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“, schallte es durch den Kirchenraum.

„Wunderbar ästhetische Arbeit“

Gorka lobte die „wunderbar ästhetische Arbeit“ von Zink und Gensicher und dankte während der Predigt allen Beteiligten und Förderern. Bereits in der Begrüßung hatte Pastor Gerhard Schridde gesagt, Gott sei auch in der Ästhetik zu finden. Seit vier Jahren habe man jetzt auf die Komplettierung des Chorraums gewartet. Vor zwei Jahren wurden die Entwürfe vorgestellt. Jetzt sei die Zeit der Provisorien endlich vorbei. Wie auch Superintendent Friedrich Selter betonte er, es sei eine Freude, an diesem Altar einen Gottesdienst zu feiern. Und das wird nach aktueller Planung auch während der Sanierungsphase möglich sein. Denn der Chorraum soll zugänglich bleiben.

Im Anschluss an den Gottesdienst holte die Kirchenvorstandsvorsitzende Renate Just die Künstler an das von ihnen geschaffene Pult. Die bedankten sich auch in Richtung der Stadtkantorei um Bernd Eberhardt, die den musikalischen Rahmen für die Weihe geliefert hätten. Währenddessen erklärte Selter interessierten Besuchern die Besonderheiten der neuen Einrichtung. So lasse sich die Taufschale mit wenigen Handgriffen in den Altar integrieren. Außerdem sind alle Elemente frei beweglich, um den Kirchenraum künftig flexibler nutzbar zu machen. Bis dahin stehen der St. Johanniskirche allerdings noch einige Veränderungen bevor.

Von Markus Scharf

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