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Göttingen Neuer Pokal für den besten Schuss ins Weiße
Die Region Göttingen Neuer Pokal für den besten Schuss ins Weiße
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16:58 13.09.2011
Freude bei Bernd Strecker (Mitte): Grones Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr übergibt ihm den neuen Wanderpokal. Quelle: Heller
Grone

Schießsport für Blinde bietet der Kleinkaliberschützenverein Grone 1954 (KKS Grone 54) seit gut einem Jahr an. Bei einem der regelmäßigen Treffen von Blinden und Sehbehinderten im Café Valentin wurde die Idee geboren: „Kann man hier eigentlich Schießen für Blinde machen?“ kam als Frage aus der Runde. Als Vorsitzende des KKS Grone fand Café-Chefin Ines Krengel heraus, wie es geht. Doch als sie begann, sich um das Geld zu kümmern, erfuhr sie: Eigentlich ist das Projekt nicht förderfähig. Der integrative Aspekt machte es möglich. Denn die Lotto-Sport-Stiftung fördert zwar in erster Linie den Sport; mit einem Viertel der Fördergelder werden aber Ideen auch mit dem Ziel der Integration unterstützt.

Das neue Angebot des KKS Grone ist in Südniedersachsen einzigartig. Bisher mussten Sehbehinderte zum Schießsport nach Lehrte fahren. Rund 20 Blinde und Sehbehinderte kamen deshalb auch zur Premiere im vergangenen Sommer nach Grone. Grones Bürgermeisterin Birgit Sterr (SPD) forderte die Neuen auf, beim Groner Kirmesschießen mitzumachen.

Nicht ins Schwarze, ins Weiße müssen sie treffen. Bei dem Luftgewehr-Schießen auf zehn Meter Entfernung wird reflektierendes Licht in Töne umgewandelt. Je mehr Licht reflektiert wird, desto höher wird der Ton. In der Mitte der Scheibe ist es am hellsten. Der Groner Wanderpokal trägt den Titel „Meine Seele sieht“, auch in Blindenschrift geschrieben. Entwurf und Ausführung stammen von Manfred Pilz und dem Bildhauer Maki Hussain Maki.

Zwölf sehbehinderte Menschen haben sich am Wettbewerb zur Kirmes beteiligt. Nach Bernd Strecker mit insgesamt 79 Ring von 90 landete Christian Lurel mit 69 Ring auf dem zweiten Platz. Astrid Briede-Neumann erreichte 58 Ring und kam damit auf den dritten Platz.

Von Ute Lawrenz

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