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Göttingen Neuer Tümpel für seltene Laubfrösche
Die Region Göttingen Neuer Tümpel für seltene Laubfrösche
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18:53 28.10.2009
Land für Laubfrösche: Auf einer Wiese bei Lödingsen soll ein Tümpel für die Tiere entstehen. Quelle: CH
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Das Schutzprojekt für die seltenen Tiere steht nun unmittelbar vor dem Startschuss. Die BSG habe mittlerweile für 23 000 Euro eine 3,3 Hektar große feuchte Wiesenfläche bei Lödingsen erworben, so Hans Günter Joger vom Vorstand des Vereins. Das Geld stamme etwa zur Hälfte von der Sparkasse Göttingen und von der niedersächsischen Lottostiftung. Die Baggerarbeiten übernimmt der niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Auf dem Gelände soll nämlich demnächst ein flacher Tümpel mit etwa 300 Quadratmetern Wasseroberfläche ausgebaggert werden. Bepflanzt werden muss der neue Tümpel laut Joger nicht. Laubfrösche seien sogenannte Pionierbesiedler. Hauptsache schön warm sei das Motto der kleinen grünen Frösche. „Eine gewisse Vegetation kommt von alleine“, so Joger. Die BSG hofft nun, dass – möglichst schon im nächsten Frühjahr – eine Wanderung vom bereits jetzt von Laubfröschen bewohnten Tümpel einsetzt. Dieser bietet nicht viel Platz für Nachwuchs und liegt nur wenig entfernt vom neuen Domizil der Laubfrösche. Da die bis zu 6,5 Gramm schweren Tiere an Land mehrere Kilometer wandern können, hofft Joger auf eine freiwillige Übersiedlung eines Teiles der Population. Es sei nicht geplant, die Tiere hin- und herzutragen, so Joger. Er baut auf den Wandertrieb der Frösche. Möglicherweise, so Joger, könnten später auch weitere Tümpel auf dem Gelände entstehen. Vorläufig sei dies jedoch nicht geplant.

Laubfrösche waren früher in ganz Deutschland verbreitet. Die kleinen Kletterer sind als Wetterfrösche oder auch als Froschkönig aus dem Grimm’schen Märchen bekannt. Mit der Einführung der modernen Landwirtschaft wurden die Tiere jedoch immer seltener, da sie empfindlich auf Dünger und Spritzmittel reagierten. Auch das Zuschütten kleinerer Gewässer wirkte sich negativ auf den Laubfrosch-Bestand aus.

Von Jörn Barke

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