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Göttingen Neues Flüchtlingswohnheim wächst nach Plan
Die Region Göttingen Neues Flüchtlingswohnheim wächst nach Plan
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18:39 11.04.2017
Das erste von vier Gebäuden für ein neues Flüchtlingswohnheim an der Nohlstraße in Göttingen steht – zumindest im Rohbau. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Für 9,1 Millionen Euro baut die Städtische Wohnungsbau Gesellschaft (WoBau) auf dem Gelände der einstigen Universitätsgärtnerei zwischen Albrecht-Thaer-Weg und Nohlstraße vier dreistöckige Wohnblöcke. Sie werden – ähnlich wie ein fertiggestelltes Objekt im Hagenweg - aus Holzmodulen errichtet. „Das Verfahren reduziert Bauzeit und Kosten, ist ökologisch sinnvoll und bietet einen hohen Wohnkomfort“, erklärte am Dienstag WoBau-Geschäftsführerin Claudia Leuner-Haverich.

Die Fundamente sind ausgehärtet, zurzeit werden die Häuser hochgezogen. Nach dem milden Winter „läuft alles nach Plan“, so Leuner-Haverich. Geplant sind zwei kleinere und 49 Drei-Zimmer-Wohnungen mit Küche, Flur und Gemeinschaftsbereich auf einer Grundfläche von jeweils 70 Quadratmetern - „ideal für Wohngemeinschaften“.

146 Flüchtlinge seit Jahresbeginn

Seit Jahresbeginn hat die Stadt Göttingen 146 Flüchtlinge aufgenommen. Die Zuteilungsquote für dieses Jahr beträgt 922. „Gegenwärtig erhalten wir pro Woche um die fünf Zuweisungen“, so Johannson. In den städtischen Unterkünften würden zurzeit etwas mehr als 1400 Geflüchtete betreut.

Zunächst wird die Stadt Göttingen die gesamte Wohnanlage mieten und „als Reserve offen halten“, bestätigte ihr Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Langfristig soll die Anlage als Studentenwohnheim genutzt werden. „Wir haben von Beginn an das Studentenwerk in die Planungen mit einbezogen“, bestätigte Leuner-Haverich. Johannson geht bereits vom Erstbezug an von einer gemischten Nutzung aus.

Bewährt habe sich ein extra aufgestelltes Konzept für den Bauverkehr, sagte Leuner-Haverich. Die Gutenbergstraße dient danach als Zufahrt zur Baustelle, der Plesseweg als vorübergehende Einbahnstraße als Ausfahrt. Aus der von Lärm und Verkehr betroffenen Nachbarschaft gebe es keine Klagen, eher interessierte Nachfragen.

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