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17:39 05.04.2018
Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks (BHKW) an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) Minister Björn Thümler (CDU) eröffnet das neue Blockheizkraftwerk der UMG Quelle: r
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Göttingen

Mit so viel Politik-Prominenz hatte Heyo Kroermer, Vorstandssprecher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) nicht gerechnet. Zur Eröffnung des neuen Blockheizkraftwerks an der UMG freute sich der UMG-Chef über „viele Promis” bei einer “nicht ganz so großen Baumaßnahme”. Das 4,7 Millionen Euro teure Heizwerk, so erklärte UMG-Vorstand Sebastian Freytag, sei eine gemeinsames Projekt von Universität und UMG.

Gäste: Andretta, Thümler, Oppermann und Köhler

Zum Start des Werks war Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) nach Göttingen gekommen. Auch Landtagspräsidentin Gabriele Andretta, der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Thomas Oppermann, und Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (alle SPD) nahmen unter anderem an der Eröffnung teil. Sie starteten nach einer Feierstunde das Heizwerk – und drückten die passenden Flächen auf einem Display. Thümler, der seit Amtsantritt im November bereits zum dritten Mal in der UMG zu Gast war, lobte, dass für den Bau des Heizwerks sowohl der Zeit- als auch der Kostenrahmen eingehalten wurden. Unter den zahlreichen Gästen waren auch Vertreter der Universität Göttingen und der Energieversorger, wie der Göttinger Stadtwerke.

„Wichtiges Teil“ auf dem Weg zu Masterplan

Kroemer nannte die UMG-Neubaupläne ein „überdimensionales Puzzle”. Das neue Heizwerk sei „ein ganz wichtiges Teil” auf dem Weg zur Umsetzung des gesamten Masterplans. Neuigkeiten zur Umsetzung des Masterplans und damit den Baubeginn hatte Thümler allerdings nicht mitgebracht. “Den Startschuss für die anderen Baumaßnahmen kann ich heute noch nicht geben”, sagte der Landesminister. Mit dem Heizwerk sei aber eine weitere Voraussetzung für den UMG-Neubau geschaffen. „Was jetzt passiert, ist auf den Generalplan ausgerichtet”, so Thümler. Auch wenn es dabei mal „Verzögerungen um ein paar Wochen” gebe, sei das keine böse Absicht. „Wir wollen hier am Standort neu bauen”, unterstrich Thümler erneut. Gelegentlich, so räumte er ein, gebe es aber “unterschiedliche Auffassungen über die Geschwindigkeit”. Den Göttingern wünschte er ein “gutes Maß an Durchhaltevermögen”.

Energieverbrauch wie die Stadt Northeim

Das neue Heizwerk, so Thümler, sei ein Baustein, die 22 Jahre alte Gasturbine zu ersetzen. Dazu werden „in ganzer Schwarm” von Blockheizkraftwerken für eine dezentrale Energieversorgung errichtet. Schließlich sei die UMG „energieintensiv”. Thümlers Vergleich: „Pro Jahr wird hier Energie im Gegenwert zu Northeim verbraucht”, so Thümler. Und das sei immerhin eine Stadt mit 30 000 Einwohnern. Besonders lobte der Minister, dass das Heizwerk von Universität und Klinikum gemeinsam genutzt werde. Der Strom stehe der gesamten Uni zur Verfügung, die Wärme dem Klinikum. Zudem gebe es ein „Verbundringsystem” der Göttinger Stadtwerke zur Sicherheit.

Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks (BHKW) an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) Minister Björn Thümler (CDU) eröffnet das neue Blockheizkraftwerk der UMG

Freytag erklärte, dass das Heizwerk das zweitgrößte Projekt ist, das aus dem 2014 aufgelegten „Sanierungsprogramm Hochschulmedizin Niedersachsen“ finanziert wird. Freytag sprach von „einem kleinen gallischen Dorf im Reich der großen Energieversorger”, mit denen aber die Zusammenarbeit „hervorragend” sei. Den Standort des neuen Gebäudes an der Feuerwache Klinikum nannte er ideal.

Im Anschluss an die Ansprachen besichtigten Politiker und andere Gäste den 272-Liter-Hubraum-Motor. Thümler startete mit Andretta und Oppermann im Schaltraum den Betrieb des Werks.

Von Britta Bielefeld

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