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Göttingen Nikolausberger Heimatverein kritisiert Göttinger Verwaltung
Die Region Göttingen Nikolausberger Heimatverein kritisiert Göttinger Verwaltung
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20:03 04.02.2015
Quelle: Heller (Symbolfoto)
Göttingen

Die Ausweisung einer Sonderbaufläche zwischen dem Faßberg und dem Ort sei nicht „ausreichend begründet“, sagte der scheidende Vorsitzende des Vereins, Uwe Scheibler, bei der Jahreshauptversammlung. „Es ist schon ein starkes Stück, wenn eine fachlich nicht gerade überzeugende Verwaltung mit allen möglichen Tricks fundierte Stellungnahmen und konstruktive Vorschläge von lokalen Sachverständigen und Umweltverbänden ignoriert. Ein Trauerspiel auch, wie eine machtpolitisch orientierte Parteienmechanik dann öffentliche Interessen wie Landschaftsschutz und den Schutz eines der wenigen noch intakten Ortsbilder einfach plattwalzt“, sagte Scheibler.

Mit der Änderung will die Stadtverwaltung „optimale Standortbedingungen für Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen“ schaffen. Dazu ist geplant, eine rund 3,4 Hektar große Sonderbaufläche für Forschungseinrichtungen auszuweisen. Der Forschungsstandort Göttingen solle so gestärkt werden, erläuterte Planer Hans-Dieter Ohlow in der jüngsten Ortsratssitzung diese „vorausschauende Flächenpolitik“, mit der die Entwicklung der Institute in die „richtigen Bahnen“ gelenkt werden könnten. Entlang der Ulrideshuser Straße entsteht mit der Planänderung eine Erweiterungsfläche für die Institute. Burghard Wegener (CDU) sagte nach dem einstimmigen Votum: „Unsere Auffassung wird unten im rot-grünen Göttingen ohnehin nicht gehört.“ Die Entscheidung für die Erweiterungsfläche sei eine „rein politische“ Entscheidung.

In dieser Woche hatte die Göttinger Piratenpartei gefordert, die Fraktionen des Bauausschusses sollten die Ortsratsentscheidung in Nikolausberg zum Flächennutzungsplan respektieren. Der Bauausschuss tagt am Donnerstag, 5. Februar. Es müssten „schon wirklich gewichtige Gründe vorliegen, um den darin ausgedrückten Willen der Bevölkerung zu übergehen“, heißt es in einer Stellungnahme. Auch nach jahrelanger Diskussion würden die Argumente der Verwaltung nicht überzeugen.

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