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Göttingen Nitratkonzentration seit Jahren rückläufig
Die Region Göttingen Nitratkonzentration seit Jahren rückläufig
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02:15 10.04.2017
Überprüfung der Verteilgenauigkeit von Mineraldüngerstreuer auf dem Versuchsgut Reinshof südlich von Göttingen. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Das Thema Düngung löst beim Laien selten positive Assoziation aus. Treckergespanne mit riesigen Fässern, aus denen in riesigen Mengen Gülle, Jauche oder Gärreste auf die Felder klatschen. Bauern, die aus Gründen der Gewinnmaximierung den Boden vergiften und für erhöhte Nitratwerte im Grundwasser verantwortlich sind, dienen als beliebtes Klischee. Und dann ist Deutschland von der EU auch noch aufgefordert worden, die Wasserqualität in weiten Teilen des Landes zu verbessern.

Im Landkreis Göttingen haben sich bereits vor über 20 Jahren Wasserversorgungsunternehmen und Landwirte zum Schutz des Trinkwassers zusammengetan. Der Kooperation Trinkwasserschutz Obere Leine gehören heute sechs Wasserversorgungsunternehmen und knapp 300 landwirtschaftliche Betriebe an. 18661 Hektar Trinkwassergewinnungsgebiete werden von der Kooperation betreut. Ziel ist es, den Nitratgehalt im Trinkwasser unter dem gesetzlichen Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter zu halten. „Wir bewegen uns bei der umweltgerechten Düngeplanung bereits jetzt auf einem hohen Niveau“, erläutert Hartmut Geries vom gleichnamigen Ingenieurbüro. „Und die Nitratkonzentration im Grundwasser ist seit Jahren rückläufig.“

„Obwohl unsere Trinkwassergewinnungsgebiete nicht in den gefährdeten Gebieten liegen, sehen wir uns verpflichtet, die neuen Vorgaben zeitnah in unserer Kooperation mit der hiesigen Landwirtschaft umzusetzen,“ erklärt Antke Hahn von den geschäftsführenden Stadtwerken Göttingen AG. Zu diesem Zweck hat die Kooperation am Freitag zur Maschinenvorführung auf das Versuchsgut Reinshof im Wasserschutzgebiet (WSG) Stegemühle, und nach Bördel im im WSG Tiefenbrunn geladen. Landwirte können die Genauigkeit ihrer Mineraldüngerstreuer kontrollieren lassen.

Dazu überfahren die Gespanne einen mit Messbechern präparierten Testacker. Die Auswertung der Verteilgenauigkeit übernahm die Deutsche Lehranstalt für Agrartechnik (Deula) Nienburg. „Nur wenn der Dünger gleichmäßig verteilt ist, wird er vollständig von den wachsenden Pflanzen verwertet und Auswaschungen ins Grundwasser werden vermieden“ erläutert Henning Herbst, landwirtschaftlicher Sprecher der Kooperation aus Gelliehausen. Schon der erste Test beweist die mögliche Präzision der digital gesteuerten landwirtschaftlichen Geräte. Für Landwirte und Wasserwerker eine echte Win-Win-Situation, beteuert Ralf Bartens. Beiden Seiten sei daran gelegen, möglichst sparsam mit dem Dünger auf dem Feld umzugehen.

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