Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Nonnenstieg: Architektenentwurf ist vom Tisch
Die Region Göttingen Nonnenstieg: Architektenentwurf ist vom Tisch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:00 23.04.2013
Steht nicht mehr zur Diskussion: der Entwurf des Büros Dietrich/Untertrifaller für den Nonnenstieg-Bebauung.
Göttingen

Gemeint war damit die Planung für die neue Bebauung des ehemaligen Geländes des Institutes für den wissenschaftlichen Film (IWF) am Nonnenstieg.

Gegen die Entwürfe des Architektenbüros hatten die Bürger des oberen Ostviertels massiven Protest eingelegt – zu hoch, zu dicht, zu massiv, so ihre Kritik. Nun soll laut Politik und Verwaltung die Öffentlichkeit in einen neuen Planungsprozess mit einbezogen werden.

Vertreter der beiden Bürgerbewegungen aus dem Quartier hatten sich in der Bürgerfragestunde zu Wort gemeldet. Elizabeth Gregorius von der Nonnenstieg-Bürgerinitiative freute sich über Dienbergs Aussage. Sie erklärte gegenüber dem Tageblatt,  dass damit „ein wichtiges Ziel“ erreicht worden sei. „Wir begrüßen die von der Verwaltung anvisierte neue Form der Bürgerbeteiligung in dieser Bauleitplanung.“

Burkhard von Samson von der Initiative Pro Nonnenstieg  wollte wissen, ob es seitens der Verwaltung bereits feste Zusagen an die Firma EBR, die das Grundstück erworben hat, gebe. Die EBR wollte eigentlich in diesem Jahr anfangen, das Gelände mit zehn Häusern zu bebauen. Das Grundstück sei zwar mit einem Optionsvertrag  an die EBR verkauft worden, aber mit aufschiebender Wirkung, erklärte  die Verwaltung.

Eine Bebauung sei erst dann möglich, wenn ein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliege. Die EBR hat 32 500 Quadratmeter Fläche gekauft. Weil 10 500 Quadratmeter weiter als Kleingärten erhalten bleiben müssen, bleiben 22 000 Quadratmeter als Nutzfläche.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Mit einem Einwohnerantrag will die Bürgerinitiative „Pro Nonnenstieg“ das geplante Wohnbauprojekt auf dem einstigen IWF-Gelände ausbremsen und das Entscheidungsverfahren „vollständig neu“ aufrollen. Findet die initiative mit ihrer Unterschriften-Aktion genug Unterstützer, muss sich der Rat der Stadt in öffentlicher Sitzung erneut mit dem Thema auseinandersetzen.

02.04.2013

Chefsache ehemaliges IWF-Gelände: Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) selbst hat am Donnerstag im Bauausschuss des Rates Stellung bezogen. Der in die Kritik geratene Siegerentwurf eines Architektenwettbewerbs zur künftigen Bebauung des Areals entlang des Nonnenstiegs sei in keiner Weise bindend, erklärte Meyer.

08.02.2013

Einen Neustart für die Planungen zur Bebauung des ehemaligen IWF-Geländes am Nonnenstieg fordert der grüne Ratsherr Ulrich Holefleisch, Mitglied im Bauausschuss des Rates. „Sowohl das Verfahren als auch das Ergebnis ist so kritikwürdig, dass wir besser beraten sind, vollständig bei Null anzufangen oder zumindest drei Planungsschritte zurück zu gehen“, heißt es in einer Mitteilung.

24.01.2013