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Göttingen ÖPNV bis zu vier Prozent teurer
Die Region Göttingen ÖPNV bis zu vier Prozent teurer
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16:47 08.08.2018
Busfahren in Göttingen ist teurer geworden. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Die Preise steigen um bis zu vier Prozent, im Schnitt um 2,9 Prozent. Im Stadtgebiet von Göttingen kostet bei den Göttinger Verkehrsbetrieben (GöVB) ein Einzelfahrschein für Erwachsene künftig 2,40 statt 2,30 Euro. Für Achterkarten zahlen Erwachsene jetzt 15 statt 14,50 Euro, Kinder bis 14 Jahre 7,50 statt 7,25 Euro. Für die beliebte Monats- beziehungsweise Bürgerkarte müssen Kunden seit 1. August im Vorverkauf 51 statt bisher 50 Euro zahlen, regulär statt 52,20 sogar 54 Euro. Die neuen Preise gelten für alle Stadtbuslinien inklusive der Linien nach Bovenden und Rosdorf.

Die Erhöhungen bei den GöVB gehen auf die allgemeine Anhebung der Fahrpreise beim VSN zurück, in den die GöVB eingegliedert sind. Beim VSN bleiben die Preise nur in den Preisstufen City, PS 1 und PS 2 unverändert. In den Preisstufen „Stadtverkehr Göttingen (Gö)“ und in den Preisstufen PS 3 bis PS 9 werden die Fahrpreise angehoben. Die Preisstufe 10 gibt es nicht mehr. Allgemeine Zeitkarten und Tageskarten der Preisstufe 9 haben eine Netzkartenfunktion erhalten.

Teurer nach Münden

In der Preisstufe 8 - beispielsweise für eine Fahrt von Göttingen nach Hann. Münden - steigt der Preis von 8,40 auf 8,70 Euro – eine Anhebung um 3,6 Prozent. Die Fahrt Göttingen – Friedland (Preisstufe 5) wird um 20 Cent teurer und kostet jetzt 5,20 Euro und damit vier Prozent mehr. Göttingen-Besucher aus Northeim zahlen jetzt sechs Euro oder 20 Cent mehr – ein Plus von 3,4 Prozent.

Die Erhöhung, erklärte GöVB-Geschäftsführer Michael Neugebauer, sei vor allem auf gestiegene Personalkosten zurückzuführen. Die Löhne im öffentlichen Dienst seien zuletzt überproportional gestiegen. Zwar seien die Preise für Dieselkraftstoff weiterhin vergleichsweise günstig, aber dieser Bereich mache nur einen Geringen Anteil an den Gesamtkosten der GöVB aus. Die Kosten für Personal lägen jedoch bei deutlich mehr als die Hälfte.

Massive Streiks

Die Erhöhung der Tarife im Öffentlichen Dienst waren unter anderem durch teils massive Streiks durchgesetzt worden. Auch die Mitarbeiter der GöVB waren in den Ausstand gegangen. Beim VSN war niemand für eine Begründung der Erhöhung zum 1. August zu erreichen.

Ärgerlich diesmal: Die Erhöhung zum 1. August traf die Kunden weitgehend unvorbereitet. Der VSN stellte am 20. Juli eine Kurznotiz auf seine Internet-Seite, die GöVB eine ebenso kurz gefasste Ankündigung am 30. Juli. Zuletzt hatten die GöVB ihre Fahrpreise zum Mai 2017 angehoben – damals um durchschnittlich um 4,5 Prozent. Auch diese Erhöhung war in erster Linie mit gestiegenen Personalkosten begründet worden.

Preisinformationen für die GöVB gibt es hier, für den VSN hier.

Von Matthias Heinzel

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