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Göttingen Opa Hans radelt für mittellose Krebspatienten – Station in Göttingen
Die Region Göttingen Opa Hans radelt für mittellose Krebspatienten – Station in Göttingen
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16:23 06.06.2018
120 Kilometer bis nach Erfurt: Hans Böge kurz vor seinem nächsten Etappen-Start in Göttingen. Quelle: Hinzmann
Göttingen

Die Geschäftsführerin des Hotels Rennschuh, Maja Miklitz, hatte seine Übernachtung gesponsert: „Wir unterstützen gern soziale Projekte.“ Dieses Projekt ist wohl einmalig – der Einsatz von Hans Böge ist es aus Sicht des Vereins auf jeden Fall: „Ich bin überwältigt von dem Optimismus und der Lebensfreude, die Herr Böge ausstrahlt. Er hat eine große Tour vor sich. Und trotz allem scheint ihm das auch viel Lebensfreude zu bereiten“, sagte Annemarie Hunecke, Vorstandsvorsitzende des Vereins, beim Start am 25. Mai in Heide (Schleswig-Holstein). 2000 Kilometer will Böge bis zum 22. Juni zurücklegen.

“Opa ist mein Markenname“

Im vergangenen Jahr seien Hunecke plus ein Radler mitgefahren, sagte der 73-Jährige. Jetzt sei er allein unterwegs. „Ich weiß, dass ich mal umkippen könnte. Begleitung wäre beruhigender. Aber ich wollte unbedingt losfahren.“ Heide, Kiel, Lübeck, Wismar, Schwerin, Hannover, Hameln und Göttingen waren die bisherigen Stationen von Opa Hans. „Opa ist mein Markenname.“ Den habe er im Sozialministerium Schleswig-Holsteins erhalten; der Minister ist Schirmherr der Aktion.

Das Radeln geht in die Beine – trotz Pedelec

Mit „Hallo Opa Hans“ dürfte er, so war’s geplant, am Donnerstagmorgen auch von Vertretern der Landesregierung in Erfurt begrüßt worden sein – der etwa 120 Kilometer von Göttingen entfernten nächsten Station. Das Radeln geht in die Beine, sagt er – trotz Pedelec. Rund 30 Kilo Gepäck muss er zusätzlich bewegen. „Um 20 Uhr bin ich abends im Bett.“ Vorher hat er pflichtgemäß das Ladegerät an einer Steckdose angeschlossen.

Hans Böge ist an Zungenkrebs erkrankt

Um 5.30 Uhr „spätestens“ ist aus den Federn, um sich auf die nächste Etappe vorzubereiten. An jedem Morgen absolviert er „ein Pressegespräch“. Hans Böge ist an Zungenkrebs erkrankt; hat mehrere Operationen hinter sich – und den nächsten Röntgentermin im August vor sich. Ergebnis offen. „Zungenkrebs ist eine der unbekanntesten und schlimmsten Krebsarten. Es gibt ein großes Schweigen bei dieser Krankheit.“ Er will informieren.

Mit Spenden Auszeit auf Spiekeroog finanzieren – besonders für Kinder

Und: „Krebs und Armut, diese Verbindung muss in der Öffentlichkeit bekannt werden. Ich möchte diesen Betroffenen, die nicht selten in Hartz IV abrutschen, und ganz besonders den Kindern eine Auszeit geben.“ Aktuell „sitzen fünf Familien in den Startlöchern“, die sich auf Erholung auf der Insel Spiekeroog freuen – „dafür brauchen wir Spenden. Ich bin bereit, mich zu quälen.“

www.auszeit-fuer-die-seele.info

Bankverbindung des Vereins Auszeit für die Seele: Volksbank Boenen, IBAN DE 56 4106 2215 0056 6282 01; BIC GENODEM1B01, Stichwort „Auszeit für die Seele“

Von Stefan Kirchhoff

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