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Göttingen Oppermann Sieger im Wahlkreis 53
Die Region Göttingen Oppermann Sieger im Wahlkreis 53
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22:37 24.09.2017
Angespannt: Sozialdemokraten zu Beginn ihrer Wahlparty. Quelle: Foto: Bänsch
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Göttingen

Wie viele Bundestagsabgeordnete künftig aus dem Wahlkreis Göttingen kommen, war Sonntagabend noch nicht sicher. SPD und CDU lieferten sich sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende (Stand 20.45 Uhr) holte Thomas Oppermann mit 35,3 Prozent der Stimmen knapp vor Fritz Güntzler (32,4) den Wahlkreis direkt.

Froh äußerte sich Oppermann zum Ergebnis im Wahlkreis Göttingen: „Ich bin glücklich über diesen Wahlsieg und möchte mich bei den Wählern bedanken für das große Vertrauen, das sie mir wieder entgegengebracht haben.“ Er habe den Wahlkreis viermal gewonnen, auch in Zeiten, als dieses schwierig schien. „Fritz Güntzler hat mir einen harten und fairen Wahlkampf geliefert, und ich wünsche ihm, dass er über die Landesliste wieder in den Bundestag einzieht.“

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Wahlparty der SPD in Göttingen

Bei den Erststimmen lagen Oppermann und Güntzler lange nahezu gleichauf. Am Ende siegte Oppermann knapp. „Ich habe gerade mit Thomas Oppermann telefoniert und ihm gratuliert”, sagte Güntzler am Sonntagabend. Und: „Ich hatte mir mehr erhofft.” Ob Güntzler weiter als Abgeordneter in Berlin bleibt, war noch unklar. “Ich habe aber Hoffnung, dass es über die Landesliste noch klappt”, sagte er.

Die Ergebnisse im Wahlkreis 53 lagen bei CDU und SPD bei den Zweitstimmen nah beieinander, die CDU kam auf 29,3, die SPD auf 28,6 Prozent, die Grünen wurden mit 11,7 Prozent drittstärkste Partei gefolgt von den Linken (9,1), der FDP (8,9) und der AfD (8,2).

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Wahlparty der CDU in Göttingen

Die drittmeisten Stimmen holte Jürgen Trittin (Grüne) mit 11,3 Prozent, gefolgt von Pierre Hillebrecht (AfD; 7,3 Prozent), Konrad Kelm (Linke; 6,1 Prozent) und Konstatin Kuhle (FDP; 4,5 Prozent). Kuhle könnte ebenso über einen Listenplatz in den Bundestag einziehen wie Güntzler. Trittin bleibt über die Liste im Bundestag.

Güntzler erwartete das Ergebnis gemeinsam mit den Landtagskandidaten Ludwig Theuvsen, Harm Adam und Thomas Ehbrecht und vielen anderen CDU-Mitgliedern am Parteihaus an der Reinhäuser Landstraße. Oppermann und Trittin waren in Berlin. Das Ergebnis auf Bundesebene schockierte die Politiker. „Ich hätte nicht erwartet, dass CDU und SPD so tief fallen”, sagte Güntzler. Als der Göttinger SPD-Kandidat Oppermann in Berlin verkündete, dass die SPD sich nicht an einer Regierungsbildung beteiligen wird, kommentierte Güntzler dieses mit Enttäuschung. Das erschreckende Ergebnis der AfD müsse man jetzt gemeinsam bekämpfen. Sich aus der Verantwortung zu ziehen, das kritisierte Güntzler. „Wir freuen uns über das tolle Wahlergebnis und wissen, dass eine große Verantwortung auf uns zukommt. Einen Automatismus für eine Jamaika-Koalition darf es nicht geben“, sagte Kuhle.

Auch die Landtagskandidaten der CDU waren von dem Ergebnis der Bundestagswahl enttäuscht. „Für mich ist das jetzt aber gerade ein Ansporn, die Wähler, die wir verloren haben, wieder zurückzugewinnen”, sagte Harm Adam. Ähnlich sieht das Ludwig Theuvsen. „Es läuft wohl alles auf eine Jamaika-Koalition hinaus”, meinte Thomas Ehbrecht. Harald Noack, der lange auf Kreisebene mit den Grünen zusammengearbeitet hat, meinte: „Das wird spannend.” Auch er habe schon die eine oder andere „grüne Kröte” geschluckt.

Von Britta Bielefeld

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