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Göttingen Ortsräte klagen über zu kurze Grünphasen für Fußgänger
Die Region Göttingen Ortsräte klagen über zu kurze Grünphasen für Fußgänger
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12:06 04.05.2018
Quelle: Alciro Theodoro Da Silva
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Grone/Weende

Für Fußgänger in Weende seien die vorgegebenen Grünphasen zu kurz, die Rotphasen zu lang. Sekunden gestoppt, erklären die Piraten und die FDP im Ortsrat. Das hätten Zeitmessungen ergeben. Ohne die Grünphasen für die Autos zu verändern, könnten unter Beachtung der bundesweit geltenden „Richtlinien für Lichtsignalanlagen“ die Grünphasen für die Fußgänger an den Ampeln der Hannoverschen Straße um mindestens 15 Sekunden, teilweise bis zu 25 Sekunden verlängert werden, meinen Amalia Perriello (Piraten) und Patrick Thegeder (FDP) in ihrem gemeinsamen Antrag. Perriello: „Die Stadt muss das zeitnah ändern.“ Thegeder ergänzt, die kurzen Grünphasen für Fußgänger trügen „kein bisschen zur Verkehrssicherheit bei, weil viele bei Rot über die Ampeln gehen“.

Nur sechs Sekunden Grün

Derzeit zeigten die Ampeln für die Fußgänger in Weende teilweise nur sechs Sekunden Grün, um dann wieder 84 Sekunden lang auf Rot zu stehen, hätten die Messungen der Piraten ergeben, erklären die beiden Parteien: „Die Grünphasen sind so kurz bemessen, dass auch jüngere Fußgänger kaum bis zur Hälfte des Überweges kommen, bis die Ampel schon wieder auf Rot umschaltet.“

Außerdem beantragen Piraten und FDP die Installation von Restzeitanzeigen an den Fußgängerampeln, an denen die Sekunden bis zum Farbwechsel angezeigt werden. Solche Zusatzangaben an Verkehrsampeln gibt es bereits in vielen anderen Ländern, zunehmend auch in Deutschland.

Versprechungen für Grone...

Ähnliche Klagen über zu kurze Ampel-Grünphasen für Fußgänger gibt es auch in Grone. Dort hatte der Ortsrat bereits im Juni 2017 die Stadtverwaltung aufgefordert, für eine bessere Querungsmöglichkeit der Kasseler Landstraße zu sorgen und dabei insbesondere die zu kurzen Grünphasen kritisiert. Die Antwort der Verwaltung damals: Das neue Schaltprogramm der Ampelanlagen werde für eine unterbrechungsfreie Querung der Fahrbahn für Fußgänger sorgen. Doch vor der Ortsratssitzung im April dieses Jahres erklärte die SPD unter Zustimmung der anderen Parteien, dass nichts geschehen sei. Vor allem am Gotteslager sei es kaum möglich, die Kasseler Landstraße zu Fuß einigermaßen schnell und sicher zu überqueren.

...aber nicht eingehalten

Birgit Pietsch, Leiterin der Verwaltungsstelle Grone, räumte ein, die Stadtverwaltung habe zugesagt, die Grünphasen für Fußgänger zu verlängern. Es habe sich jedoch herausgestellt, dass sich das nicht einhalten lasse: Eine solche Maßnahme lasse sich nicht mit dem Ziel der Stadt vereinbaren, den Busverkehr im Stadtgebiet zu beschleunigen. Außerdem gehe es nur um „eine geringe Zahl“ von Fußgängern.

Das wollte der Ortsrat nicht hinnehmen: Er forderte die Verwaltung erneut auf, Möglichkeiten zu Verbesserungen für Fußgänger auszuloten. Die andere, bereits umgesetzte Maßnahme – der Bau von Mittelinseln – habe sich nicht bewährt: Die Inseln seien zu schmal, Menschen mit Fahrrädern oder Kinderwagen seien dort nicht sicher. Und außerdem sei es wünschenswert, die Straße in einem Zug zu überqueren, ohne in der Mitte der Straße minutenlang auf die nächste Grünphase warten zu müssen.

Für Weende steht eine Stellungnahme hingegen noch aus: Eine Tageblatt-Anfrage zu der Länge der Grün- und Rotphasen dort ließ die Stadtverwaltung unbeantwortet.

Ampel am Groner Tor außer Betrieb

Wegen Umbauarbeiten an der Ampelanlage am Groner Tor wird die Ampel am Sonntag, 6. Mai, zwischen 9 und 12 Uhr abgeschaltet. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wird die Bestandsanlage neu verkabelt. Außerdem soll die derzeit regelnde provisorische Anlage außer Betrieb genommen werden.

Von Matthias Heinzel

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