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Göttingen Ortsrat fordert Dorfgemeinschaftszentrum
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00:27 17.03.2018
Viele Vereine nutzten das Gasthaus Berge: Der Karnevalsverein Rheintreue feierte dort. Quelle: Peter Heller
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Elliehausen

Seit dem 18. Februar 2018, so Ortsbürgermeister Michael Voß (SPD), sei das Gasthaus Berge geschlossen. Der Ortsrat, die Vereine und die Bürger hätten damit ihren Treffpunkt verloren. „Der Saal fasste mehrere 100 Menschen“, ergänzte CDU-Fraktionschef Tim Tielebörger. Das Gebäude solle nun Anfang April abgerissen werden. An seiner Stelle plane der neue Eigentümer ein Mehrfamilienhaus.

Jahreshauptversammlungen

„Im Gasthaus fanden Jahreshauptversammlungen der Vereine statt“, berichtete Voß. Dort habe der Theaterverein Gasparone seine Stücke aufgeführt, der Karnevalsverein Rheintreue gefeiert, die Kleintierzüchter ihre Tiere gezeigt. Bürger hätten die Gaststätte für Hochzeiten oder Geburtstage genutzt. Der Ortsrat habe dort getagt, den Neujahrsempfang, die Seniorennachmittage und den Dorfgemeinschaftsabend ausgerichtet.

Nun droht manche Veranstaltung auszufallen

„Nun müssen sich alle umorientieren“, erklärte der Ortsbürgermeister während des Sitzung im St.-Martini-Gemeindehaus. Vereine wichen in Nachbardörfer aus. Gasparone spiele zum Beispiel nun im Lenglerner Gasthaus Fricke. Manches drohe künftig auszufallen, etwa der Dorfgemeinschaftsabend. Das sei für den Zusammenhalt im Ort nicht gut. Deshalb müsse die Stadt für Ersatz sorgen.

Einwohnerversammlung

Um dem Nachdruck zu verleihen, soll eine Einwohnerversammlung stattfinden. „Dort können die Vereine Vertretern der Stadtverwaltung direkt sagen, was sie wollen“, erklärte Christdemokrat Tielebörger. Seiner Einschätzung nach sei der Stadt nicht bekannt, was für Auswirkungen die Schließung der Gastwirtschaft für das Dorf habe.

Dorfmittelpunkt Gasthaus Berge: Weihnachtsmarkt in Elliehausen. Quelle: r

Gespräche in kleiner Runde

„Wir haben in der zweiten Jahreshälfte 2017 erfahren, dass die Betreiber aus Altersgründen aufhören wollen“, sagt Tielebörger. Er habe sich mit Ortsbürgermeister Voß und den Vorsitzenden der beiden großen Sportvereine, Eintracht und Gelb-Weiß, sowie dem Leiter der Theatergruppe zusammengesetzt. In kleiner, informeller Runde hätten sie überlegt, ob sie einen Trägerverein oder eine Genossenschaft gründen sollen. Eine Herausforderung sei es gewesen, die 300 000 Euro für den Immobilienkauf aufzubringen. Auch seien Fragen zum Baurecht bei einem Eigentümerwechsel oder zur Konzession zu klären gewesen.

Makler war schneller

Als „illusorisch“ stuft Harald Wiedemann (Grüne) diese Überlegungen auf Tageblatt-Nachfrage ein. „Woher hätte denn das Geld kommen sollen? Wer hätte denn die Verantwortung übernommen?“, fragt er. „Wir haben zu lange gebraucht“, meint Tielebörger. Am Ende hätte der Makler einen Kaufwilligen gefunden. Damit sei diese Option vom Tisch.

Aufnahme in den Haushalt 2019/20

„Nun müssen wir schnell zu einem Ergebnis kommen, damit das Bauprojekt noch Eingang in den städtischen Haushalt 2019/20 findet“, fordert Wiedemann. Elliehausen habe ein Recht auf eine solche Begegnungsstätte. Schließlich werde Esebecks Feuerwehrhaus zu einem Dorfgemeinschaftshaus erweitert.

Von Michael Caspar

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