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Göttingen „Wir wollen hier keinen Skaterpark“
Die Region Göttingen „Wir wollen hier keinen Skaterpark“
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14:45 02.02.2018
Luftaufnahme der Feldmark südlich von Geismar. Quelle: Bernd Beuermann
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Geismar

Mit einem interfraktionellen Antrag beauftragte der Rat der Stadt Göttingen im Sommer 2015 die Verwaltung, Flächen für den sogenannten „Grüngürtel im Göttinger Süden“ zu prüfen. Damit waren zum einen die Pläne für einen bis dahin angedachten Golfplatz in diesem Areal vom Tisch. Zum anderen sollte die Fläche jetzt für Naherholung, Landschaftsschutz und Naturschutz zur Verfügung stehen.

Eine entsprechende Konzeptplanung des Büros Wette und Gödecke liegt zweieinhalb Jahre später der Politik zur Entscheidung vor. Sie enthält drei Varianten, die allerdings nicht als Alternativen, sondern eher als mehrere nacheinander realisierbare Bausteine verstanden werden wollen. Sie enthalten zunächst den Ausbau des vorhandenen Wegenetzes, weisen außerdem Flächen für Gemeinschaftsgärten, Streuobstwiesen und Blühstreifen aus und bieten Aufenthaltsbereiche. Bei all dem solle allerdings die ackerbauliche Bewirtschaftung weiterhin möglich bleiben, so die Planer.

Varianten 1, 2, 3

Variante eins sieht vorrangig den siedlungsnahen Ausbau des Wegenetzes vor, der „vor allem für Eltern mit Kinderwagen, Gehbehinderte, (...) und für diejenigen, die nach Feierabend noch eine kurze Runde spazieren gehen wollen“, gedacht ist. In den Varianten zwei und drei zieht sich das beplante Areal weiter um die Ortsgrenze. Über das Flüthewehr soll der Grüngürtel zudem an das Naherholungsgebiet Kiessee angeschlossen werden.

Im Rahmen der Grüngürtelplanung entstehen hier mehrere Wegeverbindung, die von Fahrradfahrern und Skatern genutzt werden können. An diesem Punkt regte sich die Kritik des Ortsrates: „„Wir wollen hier keinen Skaterpark“, betonte Harms. Es sei ihm durchaus bewusst, dass Göttingen nicht unbedingt reich an Naherholungsgebieten sei. Aber die südliche Feldmark dürfe sich nicht in einen Stadtpark mit Eventcharakter entwickeln.

915000 Euro für die erste Ausbaustufe

Die Konzeptplanung enthält auch bereits eine detaillierte Kostenschätzung. Für die Asphaltwege, die Blühstreifen, Wiesen, Gärten, Parkplätze und Neupflanzungen der Variante eins werden 915 000 Euro veranschlagt. Variante zwei und drei schlagen mit 488 000 und 220 000 Euro zu Buche. Hinzu kommen 840 000 Euro für den Bereich Flüthewehr und 290 000 Euro für die Herstellung der Skater-Runden.

Auf Anregung aus der Politik soll im Frühjahr ein Workshop alle Beteiligten zusammenbringen, um die Interessen zu diskutieren. Außerdem ist eine Begehung des zukünftigen Grüngürtels mit interessierten Bürgern geplant, sobald die Witterungsbedingungen das wieder zulassen.

Die Konzeptplanung „Grüngürtel im Göttinger Süden“ ist unter goettingen.de abrufbar.

Von Markus Scharf

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