Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Ortsrat Geismar kritisiert Verkehrssituation in Kiesseestraße
Die Region Göttingen Ortsrat Geismar kritisiert Verkehrssituation in Kiesseestraße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 30.11.2018
Im Ortsrat Geismar wurde über den Radweg an der Kiesseestraße gesprochen. Quelle: Christina Hinzmann
Geismar

Das Thema Verkehrssicherheit hat In der Sitzung des Ortsrats Geismar einen besonderen Platz eingenommen. Ein interfraktioneller Antrag zielte auf die Radverkehrsführung in der Kiesseestraße, ein anderer hatte die Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger auf der Ottostraße im Blick (Antrag der SPD- und Bündnis90/Die Grünen-Ortsratsfraktion).

„Wir müssen die Antwort der Stadtverwaltung zur Kenntnis nehmen und ihr gleichzeitig verdeutlichen, dass das Thema für den Ortsrat nicht beendet ist“, erklärte Ortsbürgermeister Thomas Harms (Grüne). Vorangegangen war eine Diskussion über eine Stellungnahme der Stadtverwaltung bezüglich eines interfraktionellen Antrags des Ortsrates. Thema: Radverkehrsführung in der Kiesseestraße.

Kiesseestraße als Hauptverbindung für Radverkehr

Es gehe um die Verkehrssicherheit insbesondere für Radfahrer. Laut Analyse der Verwaltung werde die Kiesseestraße „als städtische Hauptverbindung für den Radverkehr klassifiziert.“ Der vorhandene Straßenquerschnitt entspreche für den Rad- und Fußverkehr nicht mehr dem Stand der Technik. Da ein Ausbau Anfang der 1980er Jahre stattgefunden habe und die Kiesseestraße nicht abgängig ist, sei eine Förderung „unwahrscheinlich“. Haushaltsmittel stünden für die Maßnahme nicht zur Verfügung.

Sichtlich aufgewühlt meldete sich außerhalb des Protokolls eine Anwohnerin zu Wort. Sie berichtete vom Unfall ihres Sohnes. „Unsere Kinder sind Ihnen nichts wert“, kritisierte sie. „Sie schützen Tiere, vergessen aber unsere Kinder.“ Sie erinnerte daran, dass die Kiesseestraße nicht bloß für Radfahrer gefährlich sei.

Dieter Czech (SPD) sieht die abschlägige Stellungnahme der Verwaltung auch positiv: „Dort wird Handlungsbedarf gesehen.“ Thomas Harms allerdings kritisiert das Schriftstück scharf. Er vergleicht die große Lösung der Stadt mit einer offenen Baugrube, in die immer mal jemand hineinfällt. „Warum nicht eine kleine Lösung, die aktuelle Probleme zumindest entschärft?“ Harms will die Durchfahrtgeschwindigkeit in Angriff nehmen und „mit Pinsel und Farbe“ arbeiten. Im Sinne der Gefahrenabwehr müsse zeitnah etwas getan werden. Die aktuelle Situation sei nicht diskutabel und die „Vertröstungsideologie der Verwaltung nicht hinnehmbar.“

Pflaster für Ottostraße, Pflasterkissen für Kampstraße

Parallel zum Antrag der SPD- und Bündnis90/Die Grünen-Ortsratsfraktion, sieht auch die Stadtverwaltung eine Notwendigkeit, die Belagsqualität in der südlichen Ottostraße zu verbessern. Die Stadt bevorzugt hier allerdings eine Asphaltdeckschicht oder Pflaster, da wegen des benachbarten Kunstrasenplatzes durch Fußballschuhe Steine auf den Platz getragen würden.

Schließlich wurde ein Antrag der SPD- und Bündnis90/Die Grünen-Ortsratsfraktion beschlossen, der eine Verkehrsberuhigung im Bereich Am Rischen – Kampstraße – Auf dem Paul zum Thema hat. Hier sieht der Antrag die Errichtung von drei Pflasterkissen vor, allerdings schmaler als die Spurweite von Bussen. Simone Strate (CDU) blieb mit ihrem Einwand, landwirtschaftliche Fahrzeuge würden mit ihrer schmalen Spurbreite diese Kissen beschädigen, erfolglos. Der Antrag wurde mehrheitlich im Sinne der Antragsteller angenommen.

Von Markus Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Umgang der Polizei mit Journalisten, ein Angriff auf die Pressefreiheit und die Relativierung des Holocausts – ein Zeitzeugen-Treffen mit einem ehemaligen SS-Mann hat ein Nachspiel im Thüringer Landtag.

30.11.2018

Mit einem interfraktionellen Antrag drängen die Parteien im Rat der Stadt auf eine schnelle Sanierung des Hainberg-Gymnasiums. Diskutiert wurde der Antrag im städtischen Schulausschuss direkt nach der Kundgebung des Hainberg-Gymnasiums vor dem Neuen Rathaus zum gleichen Thema.

02.12.2018

Bei der bundesweiten Aktion „Kältehilfe“ des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) werden Hilfsgüter an Obdachlose verteilt, damit diese die kalte Jahreszeit besser überstehen können – auch in Göttingen und Hann. Münden.

29.11.2018