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Göttingen Ortsrat Weende: Hitzige Diskussion um Windräder
Die Region Göttingen Ortsrat Weende: Hitzige Diskussion um Windräder
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21:06 12.04.2013
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Weende

Dass die Christdemokraten, die auf Bundesebene die Energiewende beschlossen haben, sich in Göttingen auf die Seite der Windkraftgegner stellen, empörte Dirk-Claas Ulrich (Grüne). Die CDU solle sich nicht als Beschützer von „Randgruppen aufspielen“ appellierte er.

Das wiederum verärgerte Hans Otto Arnold (CDU). Seine Partei setze sich für die 19 von den Plänen betroffenen Deppoldshäuser ein, weil „niemand 500 Meter von seinem Haus ein solches Bauwerk“ wolle. Die hitzige Diskussion entspann sich um die geplante Änderung der Landschaftsschutzverordnung Leinetal.

60 Prozent der Stadtfläche, quasi alle Flächen um die Stadt herum, liegen in diesem Gebiet. Dort dürfen keine Windkraftanlagen errichtet werden. Weil die Stadt so die Errichtung der vom Bund privilegierten Kraftwerke unmöglich macht, ist nach Darstellung der Verwaltung die Landschaftsschutzverordnung vor Gericht durch potenzielle Investoren anfechtbar. Man müsse sie teilweise außer Kraft setzen, um sie als Ganzes zu erhalten.

Das sieht Arnold kritisch. Mit der Öffnung stelle die Stadt einen „Blanko-Scheck“ aus, warnt er. Viele Jahre sei es parteiübergreifend Konsens gewesen, das Landschafsschutzgebiet rund um Göttingen nicht anzutasten. Die CDU habe das mitgetragen, obwohl das die Entwicklung von Baugebieten eingeschränkt habe.

SPD-Fraktionschef Franc Pfahl stellte dagegen klar, dass Baumaßnahmen im Landschaftsschutzgebiet nur in Verbindung mit einer noch zu beschließenden Bauleitplanung möglich seien. Diese werde ausschließlich Windräder zulassen.

Von Michael Caspar

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