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Göttingen Outlaw-Gesellschaft mit neuen Räumen
Die Region Göttingen Outlaw-Gesellschaft mit neuen Räumen
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18:00 12.06.2018
Einweihung der neuen Räume der Outlaw-Gesellschaft in der Florenz-Sartorius-Straße: v.l. Elvan Tekindor-Freyjer, Anne Müller, Gabriele Koslowski und Marcel Riethig. Quelle: Vera Wölk
Göttingen

Die Gesellschaft, die seit zwei Jahren in Göttingen tätig ist, setzt sich unter anderem für junge Menschen und Flüchtlinge ein. Ein Projekt der Gesellschaft in Göttingen ist das sogenannte Kompetenzcenter von der Agentur für Arbeit Göttingen. Göttingens Sozialdezernent Marcel Riethig (SPD) erklärte während der Einweihung der Räumlichkeiten, dass er sich freue, dass ein Bildungsträger neue Räume einweihen könnte. Denn aus seiner Sicht gebe es einen hohen Bedarf an Bildungsträgern. Deshalb seien mehr Gelder notwendig, um Menschen in Arbeit zu bringen. Die Mitarbeiter der Outlaw-Gesellschaft leisten laut Riethig hierzu einen guten Beitrag. „Bei der Arbeit geht es aber nicht um Quoten, sondern um die Menschen“, erklärte Riethig. Um weiterhin gute Arbeit leisten zu können, sei eine Verlässlichkeit bei der Zuweisung von Geldern notwendig.

Vorstellung von Projekten

Die pädagogische Leiterin von Outlaw-Kassel Anne Müller, die auch für Göttingen zuständig ist, stellte den rund 20 Gästen die Göttinger Projekte vor. Mit dem Projekt Lokales Netzwerk Lernen und Arbeiten (Lola) begann im Mai 2016 die Arbeit der Outlaw-Gesellschaft in Göttingen. „Die des Projektes war es mit den Teilnehmern eine persönliche und berufliche Perspektive zu erarbeiten“, berichtete Müller. Ein weiteres Projekt war von September 2016 bis Februar 2017 „Teilzeit - Ausbildung für junge Mütter“. Hierbei hatten Mütter die Chance eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren, und so eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erlangen. Beim Kompetenzcenter, das im Februar 2017 startete, wurden die Kompetenzen von Flüchtlingen im Bereich Sprache festgestellt. Zudem erhielten sie Beratung bei der Anerkennung von Bildungsabschlüssen und hatten die Möglichkeit, durch Praktika berufliche Erfahrungen in Deutschland zu sammeln.

Fünf feste Mitarbeiter in Göttingen

Gabriele Koslowski, Geschäftsführerin der Outlaw-Gesellschaft Kassel erinnerte daran, dass die Gesellschaft nur ein kleiner Träger sei, der dafür aber über zahlreiche Standorte verfüge. „Unsere Mitarbeiter müssen deshalb nicht nur kompetent, sondern auch flexibel sein“, erklärte sie. An allen Standorten zusammen sind rund 50 Mitarbeiter tätig. Das Team in Göttingen besteht derzeit aus Standortleiterin Elvan Tekindor-Freyjer und vier weiteren Festangestellten sowie zwei Dozenten und drei sogenannten Anleitern. Die Eröffnung des neuen Standortes ist nach Angaben von Koslowski dadurch möglich geworden, dass der Bildungsträger der die Räume vorher genutzt habe, den Standort Göttingen verlassen habe. „Für uns sind diese Räume wichtig, weil für viele unserer Projekte eine Werkstatt notwendig ist, die wir bislang in Göttingen nicht hatten“, sagte Koslowski. Deshalb sei sie dankbar, dass sie bevor sie die Räume an der Florenz-Sartorius-Straße die Räume der Göttinger Werkstätten für solche Projekte nutzen konnten.

Von Vera Wölk

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