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Göttingen Weniger Stress für Busfahrer
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10:15 23.11.2017
„Wir haben Verspätung, bekommen ich meinen Anschlussbus nach Holtensen?“, Studenten der PFH stellen eine mögliche Situation zwischen Busfahrer und Kunden dar. Quelle: Foto: Beckenbach
Göttingen

Um die Angestellten der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB), hauptsächlich die Busfahrer, bei der Stressbewältigung zu unterstützen, hat die PFH Private Hochschule Göttingen das Programm „stress_aktiv“ in Leben gerufen. Psychologiestudenten aus dem 5. Fachsemester entwickelten drei zielgruppenorientierte Anti-Stress-Kurse.

Groß ist die Resonanz bei den Mitarbeitern der GöVB, etwa ein Viertel der Belegschaft beteiligt sich am Angebot, das mit Unterstützung der Barmer Krankenkasse durchgeführt wird. Begonnen hatte alles mit einer Projektplanung im Jahr 2016, im Februar diesen Jahres füllten die Mitarbeiter der GöVB Fragenbögen aus, die von den Studenten ausgewertet wurden. Anhand der Auswertung, die zeigte, dass sich 50 Prozent der Mitarbeiter Stress ausgesetzt sehen, entwickelten die Studenten unter Leitung von Prof. Michael Gutmann und Dipl. Psych. Karen Märtens im Rahmen des Studienschwerpunktes Gesundheitspsychologie Modelle, um die Busfahrer und die Werkstatt- und Verwaltungsmitarbeiter zu „entstressen“.

Tipps zur Entspannung

„Aus den Fragebögen entwickelten wir Module, die sich mit Entspannung, Kommunikation und entspanntem Denken beschäftigen“, sagt Studentin Nicolina Peric. „Es macht viel Spaß unser Wissen hier in Göttingen in die Praxis umzusetzen zu können.“ So werden den Busfahrern und den anderen Mitarbeitern beispielsweise Tipps zur Entspannung der Muskulatur, entspannte Gesprächsführung und für entspanntes Denken gegeben. Letzteres fungiert auf einem von den Studierenden „Teflon-Methode“ genannten Prinzip. „Wenn Anspannung durch das Blockieren einer Tür eintritt, dann sollten sich die Busfahrer fragen, ob diese Situation für sie auch noch in zehn Jahren für ihn relevant ist“, erklärt Peric die Methode mit einem typischen Busfahrer-Problem.

Peter Wolter, bei den GöVB für das Gesundheitsmanagement zuständig, freut sich, dass etwa ein Viertel der Belegschaft des Unternehmens aktiv an dem Programm teilnimmt. An den gerade laufenden Workshops würden 70 Personen teilnehmen. Statt ursprünglich geplanter drei Workshops werden nun fünf während der betrieblichen Arbeitszeit durchgeführt. Wolter betont, dass das gesunde und entspannte Fahren ein Prozess sei.

Stress der Belegschaft der GöVB abbauen

Für den PFH-Professor Gutmann und seine Kollegin Märtens steht die Ausbildung ihrer Studenten im Mittelpunkt. „Es ist wichtig, dass die Studenten so etwas auch einmal ‚in echt‘ ausprobieren können“, sagte Gutmann. Er hofft, dass diese Projekt helfe, den Stress der Belegschaft der GöVB abzubauen. „In allen Unternehmen fühlen sich die Hälfte und mehr Arbeitnehmer gestresst“, sagt Gutmann. Er freute sich, dass die GöVB-Mitarbeiter, besonders die Busfahren, gegenüber den Studenten sehr offen seien.

Ampeln, Fußgänger, Radfahrer, Lautstärke im Bus, Beschwerden, die Verkehrssituation und der Fahrplan seien die Probleme, sagt GÖVB-Geschäftsführer Michael Neugebauer. „Aber wir sind am Thema dran“. Für GöVB-Mitarbeiter Wolter klar, dass es auch in Zukunft noch weitere Workshops zu dem Thema „Stress“ geben wird.

Von Frank Beckenbach

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