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Göttingen Parteien planen Freifunk für die gesamte Gemeinde Rosdorf
Die Region Göttingen Parteien planen Freifunk für die gesamte Gemeinde Rosdorf
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11:35 11.07.2015
Quelle: dpa (Symbolbild)
Rosdorf

Den beiden Parteien schwebt „eine nichtkommerzielle Internet-Infrastruktur“ vor, „damit möglichst vielen Menschen in der Gemeinde ein kostenfreier und sicherer Zugang zum Internet ermöglicht wird“. Nun soll die Verwaltung prüfen, ob und wie sich ein solches Freifunknetz in der Gemeinde umsetzen lässt. Dazu soll die Verwaltung unter anderem bei möglichen Partnern ausloten, wo die entsprechenden technischen Einrichtungen untergebracht werden können – beispielsweise bei der Kirche, „die über Immobilien in den Ortschaftsmitten verfügen“, wie SPD und Linke erklären. Außerdem soll die Gemeinde Informationen über voraussichtliche Kosten eines Freifunknetzes und mögliche Sponsoren liefern.

 

Wie ein solcher freier Netzzugang aussehen kann, lässt sich bereits jetzt im Freibad Rosdorf ausprobieren. Dort ist ein Freifunk-Pilotprojekt in Kooperation mit der Initiative Freifunk Göttingen in Betrieb. Einen echten Stresstest musste die Technik am 4. Juli bestehen, als sich im Freibad etwa 2000 Menschen aufhielten - „der bisher stärkste Andrang auf Wasser, Wiese, Pommes, Eis und Freifunk“, wie die Freifunk-Manager mitteilen: „Bei 93 Clients auf “Freibad-Rosdorf – Wiese” war normales Surfen auf dem Router in akzeptabler Geschwindigkeit noch möglich. Das war unglaublich.“ Nur in der hintersten westlichen Ecke des Freibad-Geländes ist eine WLan-freie Zone.

 

Wie ein solches Angebot auf das gesamte Rosdorfer Gemeindegebiet ausgedehnt werden kann und welche technischen und rechtlichen Voraussetzungen dafür notwendig sind, erklärt Frank Richard in der Sitzung des Bau- Umwelt- und Verkehrsausschusses am Dienstag, 14. Juli. Beginn der Sitzung im Rosdorfer Gemeindezentrum, Am Plan 1, Raum 14, ist um 19 Uhr.

 

Info zur Umstellung auf Freifunk:

Anfang August wird der Freifunk Göttingen, genauer der Service Set Identifier (SSID) des Angebots, in schlicht „Freifunk“ umbenannt (vorher “goettingen.freifunk.net”). Durch den SSID wird der Freifunk ansprechbar, jeder kann sich damit mit dem Freifunk-Netz verbinden.

 

Nach der Umstellung muss auf jedem Gerät, mit dem Freifunk genutzt werden soll, das WLAN mit der SSID “Freifunk” einmal eingetragen werden. Danach können auch Freifunk-Netze in anderen Städten, die ihr Netz gleichlautend umbenannt haben, automatisch und ohne weitere Einrichtung benutzt werden.

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