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Göttingen Schon im Wahlkampf-Modus
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00:15 01.11.2016
Bernd Althusmann Quelle: aib
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Göttingen

Entspannt war der Göttinger christdemokratische Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler, denn der Parteitag bestätigte ihn mit 91,4 Prozent der Stimmen. „Ein gutes Ergebnis“, freute sich Güntzler, der zum dritten Mal gewählt wurde. Zu seinen Stellvertretern wurden Susanne Mackensen-Eder aus Osterode, Uwe Schünemann aus Holzminden, Roy Kühne aus Northeim und Ute Bertram aus Hildesheim gewählt. Der Bovender Harm Adam ist neuer Schatzmeister des Bezirksverbandes. Von den 60. 000 CDU-Mitgliedern in Niedersachsen gehören etwa zehn Prozent dem Bezirksverband Hildesheim an, einem Zusammenschluss aus Osterode, Göttingen, Northeim, Holzminden und Hildesheim. „Unsere Aufgabe ist die Koordination zwischen den Kreisverbänden und dem Landesverband“, sagte Güntzler, der auch stellvertretender Landesvorsitzender ist und im November in Hameln wiedergewählt werden will.

„Niedersachsen wird unter seinen Möglichkeiten regiert“

„Wir wollen einen Zukunftsfonds mit 500 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre auflegen“, sagte der ehemalige Innenminister Uwe Schünemann zum Leitantrag. Finanziert werden solle das durch die Streichung von 500 Verwaltungsstellen in Ministerien und Staatskanzlei, durch die Abschaffung der Ämter für regionale Entwicklung und den Abbau von „Bürokratiestellen“.

Nach der Pflicht kam die Kür: Bernd Althusmann. Der designierte Landesvorsitzende und Spitzenkandidat strotzt vor Selbstbewusstsein, freut sich auf die kommende Herausforderung, und beginnt einfach schon mit dem Wahlkampf. „Ich bin fest entschlossen, die CDU wieder in die Regierungsverantwortung zu bringen“, so Althusmann. Er fordert ein inhaltliches Auseinandersetzen mit dem politischen Gegner, möchte mit seinen Parteifreunden in den Dialog treten. „Das Land Niedersachsen wird derzeit unter seinen Möglichkeiten regiert“ stellt er fest und schreibt seiner Partei ins Buch: „Die CDU muss klar sagen, was sie will und wo wir 2030 stehen werden.“ Er will keine Schuldiskussionen mehr und die Sicherheit verbessern. Es könne nicht sein, dass die Zahl der Einbrüche steige, die Krankheitsquote bei der Polizei zehn Prozent betrage und immer mehr Autos entwendet würden, so Althusmann „Wir müssen uns, auch das bedeutet Sicherheit, der Pflegeherausforderung ebenso stellen wie Armut im Alter verhindern. Das ist die soziale Verantwortung einer Landesregierung“, sagte Althusmann.

„Die Unterstützung des Bezirksverbandes ist ihm sicher“, sagte Güntzler und sprach damit vielen aus dem Herzen. 

Bernd Althusmann

Der Pastorensohn wurde am 3. Dezember 1966 in Oldenburg geboren, aufgewachsen ist er in Lüneburg, machte dort sein Abitur. Er ging zur Bundeswehr und studierte an der Bundeswehruniversität Hamburg Pädagogik, machte anschließend an einer privaten Fachhochschule seinen Diplom-Betriebswirt, von 1994 bis 2009 war er Abgeordneter für die CDU des Niedersächsischen Landtags, 2009 wurde er zum Staatssekretär berufen und 2010 Kultusminister. Nach der verlorenen Wahl 2013 schied er aus dem Ministeramt aus und kam, trotz Listenplatz vier, nicht wieder in den Landtag. Er leitete darauf die Auslandsvertretung der Konrad-Adenauer-Stiftung für Namibia und Angola.

Am 17. September wurde der Hauptmann der Reserve als Spitzenkandidat für die Wahl des niedersächsischen Landtags am 14. Januar 2018 nominiert. Althusmann hat zwei Kinder aus erster Ehe und ein Kind mit seiner zweiten Ehefrau.

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