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Göttingen Pille und Stinkefinger
Die Region Göttingen Pille und Stinkefinger
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00:27 23.03.2015
Uwe Graells Quelle: GT
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Die Pille danach ist eine Errungenschaft der Wissenschaftler. Aber könnten sich die Forscher nicht auch an die Entwicklung einer All-Inclusive-PIDANA machen? Schwupp, man nimmt ein Pillchen und schon ist Ungewolltes ungeschehen. Das perfekte Allheilmittel für Absurditäten des Alltags. Beispiele gefällig? Sonntagabend gegen 22.45 Uhr mit einem simplen Runterschlucken einfach eine Jauch-Sendung ungeschehen machen. Dann würden sich nicht zwei Nationen um einen Mittelfinger streiten. Angesichts von Euro-Rettung und den Risiken für einen ganzen Kontinent war das eine Woche, die mit ihrer Stinkefinderdiskussion besser gar nicht stattgefunden hätte.

Es geht aber auch ein paar Etagen tiefer. Göttinger Stadtrat. Dass Piraten naturgemäß Interesse an einem erreichbaren Klo an einem Gewässer haben, liegt auf der Hand. Dass die Freibeuter gemeinsam mit den Linken aber ein WC am Rosdorfer Baggersee wollen, wäre eine Sache für die neue PIDANA. Der Baggersee ist Bestandteil eines Wirtschaftsunternehmens, das Baden dort ist lebensgefährlich und daher aus gutem Grund verboten. Die Forderung nach einer Toilette am Seeufer ist absurd. Da könnte man auch eine Fußgängerampel fordern, um auf der A 7 zwischen den beiden Göttinger Autobahnraststätten sicher auf die andere Seite zu gelangen. Zack, Pille einwerfen und den Antrag ungeschehen machen.

Die PIDANA wäre auch etwas für die Fußballer von Göttingen 05. Wenn im Mai die Oberligasaison endet, würde das Mittelchen eine verheerende Saison aus dem Gedächtnis aller Beteiligten löschen. Besser wäre das wohl für alle.
Die Forscher an der Uni und am Max-Planck-Institut haben also eine neue Herausforderung. Entwickelt die Pille danach für alles, der nächste Nobelpreis für Göttingen ist sicher. Und bis dahin: viel Spaß im Sommersemester…

Den Autor erreichen Sie unter u.graells@goettinger-tageblatt.de

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