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Göttingen Vorschläge für den Ausbau von Feldwegen
Die Region Göttingen Vorschläge für den Ausbau von Feldwegen
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09:46 13.09.2017
Spurbahnen statt Asphalt: Gruppe legt Antrag zum Ausbau von Feldwegen für nächste Ratssitzung vor. Quelle: r
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Göttingen

Diese Art der Feldwegbefestigung, argumentiert die Gruppe, gelte als „ökologisch verträglicher, landschaftsgerecht und haltbarer als der Bau asphaltierter Straßen“. Auch die Unterhaltungskosten seien niedriger. Dies soll beispielsweise in der südlichen Geismarer Feldmark geschehen, wo nach Verwaltungsplänen zum Radverkehrsentwicklungsplan ein geschotterter Feldweg zwischen Geismar und dem Gartetal ausgebaut werden soll.

Francisco Welter-Schultes Quelle: r

„Wir wollen, dass die Stadt im ländlichen Bereich mehr Rücksicht auf ökologische Belange nimmt und unnötige Flächenversiegelungen vermeidet. Feldwege in voller Breite zu versiegeln ist nicht mehr zeitgemäß, schon gar nicht in einem Landschaftsschutzgebiet. Spurbahnen haben sich bewährt und schonen die Umwelt“, sagte Francisco Welter-Schultes, Vorsitzender der Ratsgruppe.

Ökologische Überlegenheit

Schon in der DDR seien viele landwirtschaftliche Wege aus Kostengründen als Spurbahnen angelegt worden. Erst später habe sich deren ökologische Überlegenheit gegenüber der Vollversiegelung mit Asphalt herausgestellt.

Bislang seien in der Göttinger Feldmark die wassergebundenen Feldwege bei einem Ausbau entweder durch betonierte oder asphaltierte Straßen ersetzt, heißt es weiter. Auch die Straße Im Bruche, die durch das Landschaftsschutzgebiet Leinetal führt, sei so ausgebaut worden.

Barriere für viele Kleintiere

Die damit verbundene Flächenversiegelung stelle eine Barriere für viele Kleintiere dar, argumentiert Welter-Schultes. Spurbahnen seien in der Regel 80 Zentimeter breit und reduzierten die geschlossene Wegefläche gegenüber einem Vollausbau mit drei Metern Breite um fast 50 Prozent. Für viele Kleinsäuger und Bodeninsekten verringere sich dadurch die Barrierewirkung.

Die Ratssitzung beginnt am Freitag, 15. September, um 16 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4. Weitere Themen auf der Tagesordnung sind zudem die Bebauungspläne „Grüne Mitte Ebertal“ und „Südlich Friedrich-Ebert-Straße“ sowie das NDR2-Soundcheck-Festival.

Von Michael Brakemeier

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