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Göttingen Platz für Uni: 30 Hektar großes Areal für Forschungsgebäude
Die Region Göttingen Platz für Uni: 30 Hektar großes Areal für Forschungsgebäude
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00:17 03.02.2013
Quelle: Stepmap/NE
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Holtensen

Die Initiative Stadt und Planung kritisiert, dass damit „eilig, ohne weitere Diskussion und ohne stichhaltige Gründe bestes Ackerland zerstört werden“ solle.

Die Verwaltung will das Gelände, auf dem sich auch Erdbeerfelder befinden, möglichst schnell durch eine Änderung des Flächennutzungsplanes als „Sonderbaufläche Universität und wissenschaftliche Einrichtungen“ umwidmen. Damit will sie auch verhindern, dass die umstrittene 380-Kilovolt-Stromtrasse diesen Bereich schneidet. Außerdem könne durch dieses Verfahren verhindert werden, dass die Fläche einmal ganz anders genutzt werde, erklärte der Fachbereichsleiter für Bauen und Planung, Burkhard Uhlig, im Umweltausschuss des Rates: „zum Beispiel für einen Auto- und Lkw-Hof an der A 7.“

In Göttingen gibt es etliche Forschungseinrichtungen – von der Uni als größtem Arbeitgeber in der Stadt über diverse Max-Planck-Institute bis zur Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK). Wollten sie an diesem Standort erweitern, gebe es Probleme, so Uhlig. Die bisher bekannten Flächen, auf denen wissenschaftliche Einrichtungen erweitert werden dürften und könnten, seien „endlich“.

Das Nordgelände der Universität sei zu großen Teilen voll. Am Fassberg sei der Max-Planck-Campus entstanden, das Gelände stehe allein für diese Einrichtung zur Verfügung. Frei gewordene Bereiche des Max-Planck-Institutes in der Bunsenstraße seien für das DLR „verplant“. Und auf den Zietenterrassen entstehe auf der Erweiterungsfläche für die HAWK ein erstes Fraunhofer-Anwendungszentrum.

Um den Göttinger Forschungseinrichtungen bei Bedarf schnell weitere Flächen anbieten zu können, „müssen wir vorsorgen“, sagte Uhlig. Eine konkrete Anfrage für das Gelände bei Holtensen gebe es zwar nicht, aber es liege auf städtischem Grund, sei groß genug und habe eine gute Verkehrsanbindung. „Wir sollten es sichern“ – ob und wie das Areal später genutzt werden dürfe, müsse in einem Bebauungsplan festgelegt werden. Der Ausschuss stimmte den Plänen der Verwaltung zu.

Die Naturschutzbeauftragte der Stadt, Britta Walbrun, kritisierte, dass für Wissenschaft und Forschung schon jetzt viele auseinander liegende Kleinflächen erschlossen würden – „warum plant man dafür nicht aus einem Guss am Uni-Nord-Gelände?“ Der Verein Stadt und Planung fordert in seiner Stellungnahme, Verfahren für neue Baugebiete zu stoppen, bis ein neuer Flächennutzungsplan diskutiert und aufgestellt wird.

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