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Göttingen Horrorclown auf Drachenwiese
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00:17 27.10.2016
Die Übergriffe sogenannter Grusel-Clowns in Deutschland rufen jetzt auch die Politik auf den Plan. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen / Geismar

Nach Schilderung des Jugendlichen sei der Unbekannte mit einem Clownkostüm und eine Clownmaske verkleidet gewesen, schildert Polizeisprecherin Jasmin Kaatz den Einsatz mit fünf Streifenwagen. Der Clown soll nach Kaatz' Ausführungen zuerst den 15-Jährigen und danach sich selbst mit einer Taschenlampe angeleuchtet haben. Der Jugendliche sei daraufhin vor Schreck davongelaufen.  Der "Clown" soll ihn laut lachend noch ein kurzes Stück verfolgt und sich dann in Richtung Kiessee entfernt haben. Eine nach ihm eingeleitete Fahndung der Polizei mit fünf Streifenwagen verlief ergebnislos. Gegenüber dem Tageblatt schildert S., den Clown ebenfalls am Sonnabend gegen 23 Uhr gesehen zu haben.

Bereits am Donnerstag war nach Angaben der Polizeisprecherin ein erster Hinweis auf einen angeblichen "Gruselclown" eingegangen. Dieser soll am Mittwochmorgen gegen 7.30 Uhr  in der Schöneberger Straße mehrere Kinder auf dem Weg zur Schule erschreckt haben. "Im Rahmen der aufgenommenen weiteren Ermittlungen stellte sich jedoch heraus, dass es ein solches Geschehen tatsächlich nicht gegeben hat", sagte Kaatz. Weitere Fälle in Stadt und Landkreis Göttingen seien der Polizei bislang nicht bekannt. "Wir hoffen, dass das auch so bleibt", so Kaatz.

Hinweise zu dem Fall von der Drachenwiese nimmt die Göttinger Polizei unter Telefon 0551/491-2115 entgegen. 

Politiker kündigen hartes Vorgehen gegen Grusel-Clowns an

 Die Übergriffe sogenannter Grusel-Clowns in Deutschland rufen jetzt auch die Politik auf den Plan. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte ein hartes Vorgehen an. "Solche üblen Gags können schlimme Folgen haben", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse".

"Wir werden da deshalb auch nichts durchgehen lassen und jeden Fall konsequent verfolgen sowie entsprechend ahnden." Auch Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) warnte Grusel-Clowns vor den Folgen ihrer makabren Aktionen. "Wer andere sprichwörtlich zu Tode erschrecken will, ist nicht lustig, sondern ein Straftäter", sagte Kutschaty der "Bild"-Zeitung. Selbst wenn dem Opfer nichts passiere, könne die Tat eine strafbare Bedrohung sein. "Und auch hierfür kann der demaskierte Clown schon bis zu einem Jahr im Gefängnis landen."

Seit Tagen registriert die Polizei bundesweit vermehrt Attacken solcher vermeintlicher Clowns, die Passanten erschrecken und zum Teil auch angreifen. Die Gewerkschaft der Polizei in Baden-Württemberg rief Passanten zum Widerstand auf. Wer einem Grusel-Clown begegne, solle auf ihn zulaufen und beispielsweise laut "Hau ab" rufen. "Wir halten diese geistigen Tiefflieger für sehr gefährlich." dpa

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