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Göttingen Verkehrsbetriebe schärfen Blick auf Terrorgefahren
Die Region Göttingen Verkehrsbetriebe schärfen Blick auf Terrorgefahren
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00:19 24.09.2017
Quelle: GT
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Göttingen

Schwer bewaffnete Beamte gehören zwar nicht zum Alltagsbild, hinter den Kulissen aber rüsten sich die Nahverkehrsbetriebe im Norden angesichts der anhaltenden Terrordrohung für mehr Sicherheit. Eine mögliche Gefahr frühzeitig zu erkennen und dann adäquat und ohne Panik zu handeln, lautet das Motto der Kampagne „Aufmerksam unterwegs!“, organisiert von der Kriminalprävention der Polizei. Anschläge in U-Bahnen im vergangenen Jahr in Brüssel und jüngst in London zeigen, dass Wachsamkeit notwendig ist.

Im Fokus steht unter anderem der richtige Umgang mit herrenlosen Gepäckstücken durch das Personal und den Sicherheitsdienst der Verkehrsbetriebe. Dazu wurden Fahrer der Verkehrsbetriebe in Göttingen, Bremen und Braunschweig bereits geschult und zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Am Donnerstag unterzeichneten die hannoverschen Verkehrsbetriebe mit der Polizeidirektion Hannover einen Sicherheitskooperationsvertrag, bei dem es um die Früherkennung geplanter Anschläge geht. Auch in Osnabrück sollen Fahrer nun geschult werden.

So sollen Fahrer und deren Kunden im Verdachtsfall reagieren, hofft die Polizei: Wenn ein Fahrgast auf einen verdächtigen Gegenstand hinweist oder ein Fahrer beim Gang durch das leere Fahrzeug an der Endhaltestelle darauf stößt, wird nach Augenschein entschieden: Ist es bloß eine vergessene Tasche mit Einkäufen, dann kommt sie ins Fundbüro, ansonsten wird die Polizei informiert und die Bahn oder der Bus startet nicht zu einer neuen Fahrt, Im schlimmsten Fall wird ein Fahrzeug auch sofort geräumt. Personal und Reisende müssen sich dann so schnell wie möglich vom Gefahrenort entfernen.

Für die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB), sagt deren Prokurist und Betriebsleiter Thomas Zimmermann, sei das Thema so neu nicht. Seit acht bis neun Jahren sei dies „ein Teil der regulären Schulung“. Zwar sei die Stadt Göttingen nicht unbedingt ein Hauptziel von Terroristen, aber ausgeschlossen seien entsprechende Vorfälle auch hier nicht. „Augen auf und auf Verdächtiges achten“, beispielsweise auf herrenlose Taschen, sei eine Devise, die den Göttinger Busfahrern wohlvertraut sei.

Einkaufszentren sind die andere Zielgruppe der Kriminalpräventionskampagne der Polizei. Das Einkaufszentrum Kauf Park in Grone, sagt Management-Mitarbeiterin Nicole Rümenapp, macht bei der Aktion hingegen nicht mit. Das bedeute jedoch ganz und gar nicht, dass das Thema Sicherheit im Kauf Park unterschätzt werde. Das Einkaufszentrum, erläutert Rümenapp, verfüge über einen eigenen Sicherheitsdienst, der auch mit Blick auf Terrorlagen gut geschult sei.

Von Matthias Heinzel (mit dpa)

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