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Göttingen Ein rollender Markt oder eine feste Mountainbikestrecke
Die Region Göttingen Ein rollender Markt oder eine feste Mountainbikestrecke
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00:29 10.05.2018
Die Idee einer Mountainbikestrecke wird von den Jugendlichen anhand eines Modells präsentiert. Quelle: r
Landkreis Göttingen

Diese Ideen sollen auch modellhaft in der Praxis getestet werden. Der Landkreis Göttingen mit den Fokusräumen Adelebsen/Dransfeld und Osterode am Harz/Bad Grund ist dabei eine von drei Regionen deutschlandweit, in denen das Projekt Untersuchungen und Konzepte für eine zukunftsfähige Versorgung von Stadt-Umland-Regionen mit Schulen, Ärzten, Lebensmittelgeschäften sowie kulturellen Einrichtungen aufstellt. Die regionale Projektkoordination liegt beim Landkreis Göttingen, wie Ulrich Lottmann, Pressesprecher des Landkreises, mitteilt.

Workshops mit Vertretern aus Vereinen, Verbänden, Politik und Verwaltung

So würden bereits seit Herbst 2016 Analysen durchgeführt und in regionalen Workshops mit Vertretern aus Vereinen, Verbänden, Politik und Verwaltung Lösungen entwickelt. Nur wird deren Praxistauglichkeit geprüft. Der Schwerpunkt liege dabei auf den Bedürfnissen von älteren Menschen und Jugendlichen. „Das Projekt läuft insgesamt zwei Jahre, also jetzt noch bis Ende dieses Jahres“, sagt Lottmann. Teil des Projekts sei auch die modellhafte Umsetzung der Ideen vor Ort.

So könnte es in den beteiligten Orten bald einen rollenden Markt oder eine offizielle Mountainbikestrecke geben. Denn das sind zwei der Ideen, die sich in den Workshops herauskristallisiert haben. Mit dem rollenden Markt solle eine selbstständige Versorgung speziell da gesichert werden, wo es keine Supermärkte oder Lebensmittelläden mehr gebe. Das ist besonders für ältere Menschen wichtig, die nicht mehr so mobil sind und nicht einfach mit dem Auto zum Supermarkt im nächsten Ort fahren können.

Wichtiges Thema für Senioren: Hausarzt-Versorgung

Ein zweites zentrales Thema für Senioren sei die zukünftige Hausarzt-Versorgung. „Bis zum Jahr 2030 gehen mehr als die Hälfte der derzeit praktizierenden Hausärztinnen und Hausärzte in den Ruhestand“, heißt es in der Mitteilung des Landkreises. Eine Nachfolge besonders für Landarzt-Praxen sei immer schwerer zu finden. Zwei Antworten auf dieses Problem haben die Workshops bisher ergeben: Zum einen die sogenannte Landpartie, mit der Medizinstudierende mit Anreizen in ländliche Gemeinden gelockt werden sollen. Lösungsansatz zwei ist ein „Medi-Zimmer“: Hier sollen mit technisch ausgestatteten Räumen in den Gemeinden Anlaufstellen für Routineuntersuchungen geschaffen und Hausärzte durch medizinische Fachkräfte und digitale Anwendungen entlastet werden.

Verbesserungen für Jugendliche in Freizeit und Mobilität

Verbesserungen für die Lebensqualität von Jugendlichen in der Region wurden in einem eigenen Workshop diskutiert. Dabei stellten sich die Themen Freizeit und Mobilität als besonders wichtig heraus. Sie diskutierten beispielsweise die Machbarkeit des Baus einer offiziellen Mountainbikestrecke. Für die Realisierung dieser Idee müsse ein Trägerverein gefunden werden, der die Haftung übernimmt, teilte der Landkreis mit. Eine weitere Idee war eine Jahres-Busnetzkarte für Jugendliche. Dabei diskutierten die Jugendlichen mit dem Zweckverband Verkehrsbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) über ein neues Tarifsystem, in dem ihre Wünsche berücksichtigt werden sollen.

Von Hannah Scheiwe

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