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Göttingen Eltern fordern mehr Sozialarbeiterstellen
Die Region Göttingen Eltern fordern mehr Sozialarbeiterstellen
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00:17 08.05.2017
Kritische Luftpost: Ballonaktion am Hainberg-Gymnasium. Quelle: Christoph Mischke
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Göttingen

„Menschliche Vielfalt braucht menschliche Sorgfalt – auch am Gymnasium“, fordern Eltern und Lehrer seit vergangenem Jahr immer wieder. Die Landesregierung hat in den vergangenen Jahren vor allem für Gesamtschulen und Grundschulen zusätzliche Sozialarbeiter eingestellt, die Gymnasien stehen bisher hinten an. Sie sollen nach Angaben des Kultusministeriums ab 2019 bedient werden. Pro Jahr sollen dann 70 Stellen geschaffen werden.

„Zu wenig und ein Tropen auf dem heißen Stein“, protestiert Ines Kettler, Elternvertreterin am Felix-Klein-Gymnasium und Sprecherin der südniedersächsischen Gymnasial-Eltern.

Protest für mehr Schulsozialarbeiter

Es sei ungerecht, dass die Gymnasien bisher außen vor blieben, protestierte am Donnerstag auch Ingo Mauritz vom Elternvorstand am Hainberg-Gymnasium (HG). Die Landesregierung sehe die Gymnasien offenbar als Schulen mit einer elitären und problemlosen Schülerschaft. Aber auch an diesen Schulen gebe es zunehmend Kinder, die über den reinen Lehrbetrieb hinaus Unterstützung benötigen.

Um sie auf einen guten Weg zu bringen, optimal zu fördern und zu stärken, „brauchen wir ein multiprofessionelles Team“, ergänzt Elke Moeken vom Personalrat. Bei 1162 Schülern gebe es immer auch Konflikte und Probleme, bei denen ausgebildete Sozialpädagogen helfen könnten und sollten, fordert Schulleiter Georg Bartelt. Am HG gebe es eine halbe Sozialarbeiterstelle – aber bezahlt von der Schule aus dem Lehreretat. Erforderlich seien eigentlich eineinhalb Stellen.

Schülersprecherin Luzie Nolte

Auch Schülersprecherin Luzie Nolte (13) versteht nicht, „warum Gesamtschulen Sozialarbeiter bekommen, Gymnasien aber nicht“. „Auch hier gibt es Kinder, die einen Ansprechpartner brauchen, der kein Lehrer ist.“ An der Aktion haben sich auch das Otto-Hahn-Gymnasium, Theodor-Heuss-Gymnasium und Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium beteiligt.

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