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Göttingen Prozess um Brandstiftung in psychiatrischer Fachklinik
Die Region Göttingen Prozess um Brandstiftung in psychiatrischer Fachklinik
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19:10 09.08.2018
Quelle: dpa
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Göttingen

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten versuchte schwere Brandstiftung sowie einen tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung vor.

Die 23-Jährige war der Anklage zufolge seit Anfang 2017 aufgrund einer betreuungsrechtlichen Verfügung des Amtsgerichts Osterode in einer geschlossenen Einrichtung in Göttingen untergebracht. Kurz vor Weihnachten wurden zwei Polizeibeamte darauf aufmerksam, dass sie sich unerlaubt vom Klinikgelände entfernen wollte. Als die Beamten sie deswegen ansprachen und aufforderten, stehen zu bleiben, sei die Angeklagte weggerannt. Die Beamten hätten sie dann verfolgt. Als eine Polizistin sie ergriff und an eine Hecke drückte, habe die 23-Jährige mit geballten Fäusten auf die Beamtin eingeschlagen und diese im Brustbereich getroffen. Während die Polizisten sie mit Handfesseln zu fixieren versuchten, habe sie sich weiter mit Fußtritten gewehrt und sich wiederholt zu Boden fallen lassen.

Nach diesem Vorfall war die 23-Jährige auf eine geschlossene Station verlegt worden. Eine Woche später soll sie im Zimmer eines Mitpatienten mit einem Feuerzeug ein Bettlaken in Brand gesteckt haben. Anschließend habe sie das Zimmer verlassen und die Tür hinter sich zugezogen. Ein Pfleger habe mit einem Feuerlöscher den Brand gelöscht, insgesamt sei ein Sachschaden von 600 Euro entstanden. Außerdem musste aufgrund des Feuers die Akutaufnahmestation für drei Stunden evakuiert werden.

Die Angeklagte ist seit Mitte Februar aufgrund eines einstweiligen Unterbringungsbefehls des Amtsgerichts Göttingen im Niedersächsischen Maßregelvollzugszentrum Moringen untergebracht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die 23-Jährige im Zustand verminderter Schuldfähigkeit gehandelt hat. Da aufgrund ihres Zustands auch in Zukunft weitere erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten seien und sie deshalb für die Allgemeinheit gefährlich sei, strebt die Anklagebehörde eine dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie an. Das Gericht hat für den Prozess sieben Verhandlungstage angesetzt.

Von Heidi Niemann

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