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Göttingen Rallye-Teilnehmer erreichen Göttingen
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00:21 28.09.2018
Electric Marathon 2018 von Talinn nach Monaco. Die Teilnehmer machen Halt in Göttingen, um ihre Elektroautos an der neuen Elektro-Schnellladesäule am Kauf Park aufzutanken. Foto: Zweiter bei diesem Halt ist Jiri Vlk mit seinem Tesla. Quelle: Niklas Richter
Göttingen

Am Montagabend haben die Teilnehmer des „Electric Marathon“ Göttingen erreicht. An der 2600 Kilometer langen Rallye nehmen ausschließlich Elektrofahrzeuge teil.

Gegen 19.15 Uhr erreicht das erste Fahrzeug des „Electric Marathon“ die Schnelllade-Stationen am „Kauf Park“. Es ist ausgerechnet das älteste Auto der Gruppe: Eine sowjetische Limousine mit nachgerüstetem Elektromotor. Der GAZ-M20 Pobeda aus den 1950er Jahren wird von Meelis Merilo, einem estnischen Softwareunternehmer, gefahren. Als zweites erreicht der Tesla S des Tschechen Jiří Vlk die Station. Auf der Strecke von Hamburg nach Göttingen sei Vlk durchschnittlich 110 Kilometer pro Stunde gefahren und habe dabei etwa 80% seines Akkus verbraucht, erklärte er. Vlk ist der Gewinner des „Electric Marathon“ 2013. Die Station in Göttingen als drittes erreichte das estnische Team aus Arlet Robert Uusna und Mart Pārtel mit ihrem Nissan Leaf. An der Rallye nehmen 12 Fahrzeuge teil, davon sechs von Studenten-Teams europäischer Universitäten.

Ziel: Europäischer Zusammenhalt

Die Idee für „Electric Marathon“ stammt von Prinz Albert II. von Monaco. Ziel der Rallye sei es, umweltfreundliche Elektromobilität und den Zusammenhalt der europäischen Länder zu fördern, heißt es vom Organisationskommittee. Die Route verläuft von der estnischen Hauptstadt Tallinn bis nach Monte Carlo in Monaco. Der „Electric Marathon“ lehnt sich an die historische Rallye von Estland nach Monaco von 1930 an.

Das besondere an der Rallye ist, dass nicht die reine Geschwindigkeit, sondern die Effizienz im Vordergrund steht. Da die einzelnen Stationen sind zwischen 50 und 250 Kilometer voneinander entfernt liegen, müssen die Fahrer darauf achten, die verfügbare Energie so effektiv wie möglich auszunutzen: Fahren sie zu schnell, verbrauchen sie zu viel Energie müssen schlimmstenfalls nachladen. Fahren sie zu langsam, werden sie von ihren Konkurrenten überholt. Zudem bewegen sich die Elektroautos im normalen Straßenverkehr und müssen sich diesem anpassen.

Zehn Tage lang durch zehn Länder

Der zehntägige „Electric Marathon“ verläuft durch zehn Länder und 37 Städte. Acht Stationen der 2600 Kilometer langen Strecke befinden sich in Deutschland. Aus Peenemünde kommend erreichten die Teilnehmer am Sonnabend Greifswald. Danach folgen die Stationen Rostock, Hamburg, Göttingen, Kassel, Bad Homburg und Trier. Von Trier geht es weiter nach Luxemburg und über Dijon, Lyon, Avignon und Nizza nach Monaco. Der Streckenabschnitt von Hamburg nach Göttingen ist einer der längsten und damit einer der schwierigsten Etappen des „Electric Marathon“. Zum Aufladen ihrer Akkus nutzen die Elektrofahrzeuge die neue Schnelllade-Säule am Kaufpark, die in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger EAM entstanden ist. Die Säule lädt die Akkus innerhalb von 25 Minuten zu 80 Prozent auf.

Dass Göttingen eine Station auf der Route des „Electric Marathon geworden ist, geht auf das Engagement von Andreas Gruber, Manager des Kaufpark-Centers und André Pfitzner, Landessportreferent, zurück. Bei einem Besuch bei Folker Hellmund, Direktor des europäischen olympischen Kommittees in Brüssel, habe Hellmund Pfitzner vom „Electric Marathon“ erzählt. Ein Planungsproblem der Rallye sei eine fehlende Station zwischen Hamburg und Kassel gewesen. Pfitzner sei daraufhin mit dem Vorschlag, Göttingen zu einer Station zu machen, an Gruber herangetreten, da sich die neuen Schnelllade-Säulen am Kaufpark in der nähe der Autobahn dafür gut eignen würde. Gruber sei an der Rallye interessiert gewesen und habe das Projekt tatkräftig unterstützt, so Pfitzner. Nach einer Pause machten sich die Fahrer am späten Abend auf den Weg nach Kassel.

Von Max Brasch

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