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Göttingen Jutta-Limbach-Straße und Bekenntnis zum Museum
Die Region Göttingen Jutta-Limbach-Straße und Bekenntnis zum Museum
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16:03 14.06.2018
Sonderausstellungen sind im Städtischen Museum derzeit möglich, viel mehr darüber hinaus nicht. Quelle: Peter Heller
Göttingen

Vier Millionen Euro sind bereits in die Bauarbeiten geflossen, doch gebe es Signale von der Landesregierung, dass eine weitere Finanzierung nicht möglich sei, erklärte Kulturdezernentin Dagmar Broistedt (SPD). Ein Grund sei die Ratsentscheidung, Teile der Kulturverwaltung im Museum unterzubringen. Jetzt will die CDU-Fraktion im Stadtrat handeln. Sie hat einen Antrag für die Sitzung am Freitag, 15. Juni, eingebracht, in dem sie „die Rücknahme des dazu getroffenen Beschlusses des Verwaltungsausschusses fordert und hofft, dass sich dieses Mal nicht nur eine Mehrheit, sondern der gesamte Rat zur Erhaltung des lebendigen Stadtgedächtnisses am angestammten Standort am Ritterplan bekennt“.

Bekenntnis für das Museum

Die Debatte ist nicht neu. Die Christdemokraten gehen vor allem die SPD an, die das Museum bislang an diesem Standort abgelehnt habe. Eine Alternative hätten die Sozialdemokraten allerdings bislang nicht vorgeschlagen, kritisiert CDU-Ratsherr Hans Otto Arnold. Er fordert die SPD zum Bekenntnis für das Museum auf und meint: „Damit bekäme die Angelegenheit sowohl bei Umweltminister Olaf Lies (SPD), zuständig für den Denkmalschutz, wie bei Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) ein ganz anderes Gewicht.“

Das Goethe-Institut Göttingen hat seinen Umzug gerade erst hinter sich gebracht. Doch an dem neuen Standort sind noch einige Baustellen zu beackern. Eine davon soll Thema im Rat sei. Am Güterverkehrszentrum 3 lautet die neue Adresse des Instituts, dessen Leitung das bemängelt. Der Name führe zu Verwechselungen mit der Güterbahnhofstraße, erklärt Ulrike Hofmann-Steinmetz, „sogar unsere Mülltonnen sind schon in die falsche Straße gebracht worden“. Zudem sei der Name für die Klientel des Goethe-Instituts zu lang, „das klingt ja fast wie Keltisch“. Außerdem solle die Adresse nicht gleich nach Gewerbegebiet klingen, meint Hofmann-Steinmetz. Ihr Vorschlag: Die private Stichstraße, mit der die Bürogebäude auf dem Gelände nahe der Bahngleise erschlossen werden, soll Jutta-Limbach-Straße heißen.

In der ganzen Welt leicht verständlich

Jutta Limbach (1934-2016) war von 2002 bis 2008 Präsidentin des Goethe-Instituts. Sie sei sehr bekannt in der Goethe-Welt, sagt Hofmann-Steinmetz. Und: „Wir sind stolz auf unsere Präsidentin. Zudem sei der Name Jutta Limbach in der ganzen Welt leicht verständlich, „und das Wort Straße kommt in der ersten oder zweiten Lektion dran“. Auch ein Göttingen-Bezug gibt es: Limbach war von 2003 bis 2009 Mitglied des neu gegründeten Stiftungsrates der Georg-August-Universität und habe dadurch eine entscheidende Phase der Neuorientierung der Hochschule mitgeprägt“ heißt es in dem Antrag.

Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) bringt den Antrag als Eigentümerin des Grundstücks ein, auf dem das Goethe-Institut gebaut wurde.

Von Peter Krüger-Lenz

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