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Göttingen Razzia auch in Göttinger Bordell
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16:31 18.04.2018
Bundesweit haben mehr als 1500 Polizisten am Mittwochmorgen Bordelle durchsucht – unter anderem in Göttingen und in Siegen (Foto). Quelle: dpa
Göttingen

Es war der bisher größte Einsatz dieser Art in der Geschichte der Bundespolizei: Nach ihren Angaben haben am Mittwochmorgen gegen 6 Uhr mehr als 1500 Beamte zeitgleich in zwölf Bundesländern 62 Bordelle und Wohnungen durchsucht und dabei sieben Haftbefehle vollstreckt. Etwa 100 Personen seien vorläufig festgenommen worden.

Die Aktion habe sich gegen eine Gruppe von 17 Beschuldigten gerichtet. Sie sollen vor allem thailändische Frauen und Transsexuelle zur Prostitution nach Deutschland eingeschleust und diese im Rotationsprinzip in ganz Deutschland eingesetzt haben – auch in Göttingen. Den Beschuldigten werden unter anderem Menschenhandel, Zuhälterei und Zwangsprostitution vorgeworfen.

Das in Göttingen durchsuchte Haus liegt nach Tageblatt-Informationen an der Hannoverschen Straße. Nach Interneteinträgen gibt es an dieser Straße zwei Adressen in Weende, die der Prostitution zugeordnet werden können.

Vollstreckte Haftbefehle habe es in Göttingen nicht gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. Ob und wie viele mögliche Täter, Prostituierte oder Kunden zur weiteren Befragung vorläufig festgenommen oder Beweismittel sichergestellt wurden, war der Polizeidirektion in Hannover bis zum Nachmittag nicht bekannt.

Schwerpunktländer der Großrazzia waren Nordrhein-Westfalen, Hessen (10), Niedersachsen und Baden-Württemberg. In Niedersachsen wurden jeweils zwei Bordelle in Hannover und Bremen durchsucht, darüber hinaus Objekte in Göttingen, Goslar, Oldenburg, Wolfsburg, Bad Pyrmont, Delmenhorst und Bad Nenndorf.

Die Federführung für die Großrazzia liegt bei der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Bexbach in Frankfurt am Main, das Ermittlungsverfahren führt die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt. us

Von Ulrich Schubert

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