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Göttingen Razzia im Göttinger Alpenmax: Türsteher Schwarzarbeiter?
Die Region Göttingen Razzia im Göttinger Alpenmax: Türsteher Schwarzarbeiter?
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13:08 26.04.2013
Nächtlicher Einsatz von Polizei und Zoll: Unterlagen über den Einsatz der Türsteher im Alpenmax werden sichergestellt. Quelle: Vetter
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Göttingen/Hamm.

Meist kommen die Ermittler fast unbemerkt. Wenn der Zoll nach Schwarzarbeitern fahndet, geschieht das diskret. Am Donnerstagabend war das anders. Eine ganze Disco wurde für fast zwei Stunden geräumt, um Beweise zu sichern, dass die Türsteher des Alpenmax in der Weender Straße zum Teil schwarz arbeiten.

Dabei trifft den Diskotheken-Betreiber gar keine Schuld. Die Razzia durch Zoll und Polizei war angeordnet nach Paragraf 103 der Strafprozessordnung – „Durchsuchung bei Dritten“, wie Juristen sagen. Die ist möglich, wenn sich nur durch eine gerichtlich angeordnete Durchsuchung bei einer nicht selbst unter Verdacht stehenden Person oder Einrichtung Beweise für die Straftaten der eigentlich Verdächtigen sicherstellen lassen.

Sieben Unternehmen betroffen

Neben der Disco in Göttingen traf es sieben Unternehmen, überwiegend Kaufhäuser in Nordrhein-Westfalen und Hessen, wo Personal im Dienst der verdächtigen Firma als Kaufhausdetektive eingesetzt war. Auch dort wurde am Donnerstag durchsucht, aber tagsüber. Außerdem erhielten die zwei verdächtigen Chefs Besuch.

Im Kern geht es laut Aussage der Staatsanwaltschaft Dortmund um den Verdacht, dass das Personal einer in Hamm ansässigen Security-Firma zu großen Teilen arbeitet, ohne dass Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden. Außer bei den sieben Firmen, die die verdächtige Firma beschäftigen, wurde bei den beiden Inhabern durchsucht. Einer von ihnen lebt im Südharz.

Betriebsleitung kooperativ

Ins Alpenmax, so die zuständige Staatsanwältin, habe man nur nachts gehen können. Die Betriebsleitung sei kooperativ gewesen und habe die Unterlagen zum Sicherheitspersonal herausgegeben. Als Folge des nächtlichen Einsatzes wurde am nächsten Morgen auch die Kanzlei des Steuerberaters der Verdächtigen durchsucht. Die 30-plus-Party in der Nacht zu Freitag soll dann noch stimmungsvoll gewesen sein.

Der Artikel wurde aktualisiert.

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