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Göttingen Rebhühner haben wieder eine Chance
Die Region Göttingen Rebhühner haben wieder eine Chance
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18:18 28.07.2009
Blühstreifen im Wendebachtal: Rebhuhnkükenbild von der BSG für Minister Sander und die leeren Ministeriumswände. Quelle: CR
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Mittlerweile gibt es mehr als 1000 Blühstreifen im Landkreis mit Schwerpunkt Untereichsfeld. Im westlichen Kreisgebiet mit Ausnahme einiger Sichtungen bei Diemarden und Jühnde ist das Rebhuhn so gut wie ausgestorben. Im Blühstreifenprogramm sei der Landkreis vorbildlich, sagte Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) gestern in Reinhausen. Ein Konflikt zwischen Landwirtschaft und Naturschutz sei unnötig. Am Wendebachstausee informierte sich der Minister über das Rebhuhnprojekt der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen (BSG) im Landkreis. Das 2004 gestartete Projekt wird in den nächsten drei Jahren mit 155 000 Euro vom Land gefördert. Wissenschaftler des Zentrums für Naturschutz der Uni Göttingen begleiten das Vorhaben. In diesem Jahr werden Rebhühner auch mit Sendern ausgestattet, um mehr über ihr Verhalten zu erfahren.

Rebhühner funken Standort

„Durch die Begleitforschung erfahren viele junge Wissenschaftler mehr über unsere Kulturlandschaft“, sagte Werner Beeke von der BSG. Ziel sei, Lebensraum zu schaffen. Landwirte stellen gegen Entschädigung Flächen zur Verfügung, auf denen besondere Saatgutmischungen unter anderem mit Wildkräutern angesät werden. Die Pflanzen sollen Insekten anlocken – die einzige Nahrung, die Rebhuhnküken fressen. Mit staatlicher Förderung und Unterstützung von Stiftungen wie der Bingo-Lotto-Stiftung sorgte die BSG selbst für 45 Hektar Blühstreifen, gezielt in der Nähe noch bestehender Rebhuhnpopulationen. Im Kreis gibt es derzeit rund 500 Hektar Blühstreifen.

Bei Nesselröden habe es nur vier Tiere gegeben, sagte Beeke, durch „super engagierte“ Landwirte würden nun 37 gezählt. Die Kükensterblichkeit zu reduzieren, sei der Schlüssel. Rebhühner auszusetzen, funktioniere nicht.

Ziel sei, eine überlebensfähige Rebhuhnpoulation zu schaffen, sagte Landrat Reinhard Schermann, der sich um eine Förderung durch das Land bemüht hatte. Der Schutzgemeinschaft sei für ihre Initiative und ihr Durchhaltevermögen zu danken.

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