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Göttingen „Viel positive Resonanz“
Die Region Göttingen „Viel positive Resonanz“
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00:16 24.01.2017
Mehr als 100 Bauern beantworten Fragen zum Tier- Natur- oder Verbraucherschutz  Quelle: CH
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Göttingen

„Redet mit uns“, so lautete das Motto des Aktionstages des Landvolks. Bei blauem Himmel und klirrender Kälte ließen sich die Göttinger am Morgen nich Zeit, mit der Mittagssonne aber füllte sich der Marktplatz zusehends.  „Wie könne wir Verbraucher denn etwas ändern“, wollte Rita Walter dort wissen. Fleisch aus Massentierhaltung zum Billigpreis, das müsse doch nicht unbedingt sein. „Man muss ja erst einmal klären, was Massentierhaltung überhaupt ist“, erklärte Manfred Steinmetz im Gespräch.

Der Bauer aus Duderstadt meinte dass es nicht unbedingt eine Frage der Größe des Betriebes sei, ob es den Tieren dort gut geht. „Der idyllische bayerische Almöhi, der seine Kühe im Winter im Keller einsperrt oder der Großbetrieb der nach modernen Tierschutzrichtlinien wirtschaftet, wer ist der bessere“, fragte er. Es gebe natürlich auch unter den Landwirten immer wieder schwarze Schafe, aber das seien Einzelfälle. Die meisten Bauern achteten sehr darauf, dass es ihren Tieren, die ja auch ihr Kapital seien,  gute gehe. Wie Walter, so zeigten viele der Bürger, die das Gespräch mit den Bauern suchten, Verständnis für die Arbeit der Landwirte „Ich habe heute ausschließlich positive Resonanz bekommen“, sagte Landwirtin Inke  Teuteberg.

Werner Wille, wie fast alle der Bauern in einer auffälligen gelben Warnweste in der Innenstadt unterwegs, diskutierte mit Bettina Geistlich und Jutta Rössing-Schmalbach über aktuelle Landwirtschaftspolitik. Auch Themen wie die Ferkelkastration und das Beschneiden der Ringelschwänze in der Schweinehaltung interessierten die Frauen. Wille erklärt, dass alle Ferkelhalter, die die Schwänze ihrer Tiere nicht beschneiden, eine Prämie erhalten - die so genannte „Schwanzprämie“. Auch die Sohnreys, Schweinezüchter aus Ossenfeld, informierten Über diese Themen. Vater Heino und die Söhne Philipp und Felix erklärten, mit welchen unterschiedlichen Methoden Ferkel kastriert werden können. Sich das Thema Bioproduktion, so erklärte Achim Hübner vom Landvolk, sei oft angesprochen worden.

Ulrike Lüdeking-Kupzok wollten von den Bauern wissen, warum so viel Billigfleisch produziert wird und wie der Verbraucher sich sicher sein kann, das richtige zu kaufen. „Ich bin ja durchaus bereit, dafür auch mehr Geld auszugeben“, sagte die Northeimerin. Landwirt Detlef Teutenberg riet, beim Bauern vor Ort und auf dem Wochenmarkt  einzukaufen und beim Schlachter des Vertrauens nach der Herkunft des Fleisches zu fragen. „Ich hoffe, dass wir nicht veräppelt werden“, sagte  Lüdeking-Kupzok. Die Anwältin weiß aber auch, bei der Diskussion um gute Lebensmittel, „ist vieles eine Frage des Gefühls“. 

Manche Bürger aber gingen mit eher finanziellem Blick auf die Landwirte zu „Ein Mann, mit dem  ich gerade diskutiert habe, sagte mir, mit Kühen gehe ich doch eh pleite“, erzählt Michbäuerin Andra Bürger. Er habe ihr geraten, doch lieber einen Trecker zu kaufen. 

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