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Göttingen Ausstellung: Rehbein-Bilder in Jühnde zu sehen
Die Region Göttingen Ausstellung: Rehbein-Bilder in Jühnde zu sehen
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12:20 04.11.2018
Eintägige Ausstellung mit Bildern und Objekten des Jühnder Malers Wilhelm Rehbein in der Friedrich-Spielmann-Halle in Jühnde: Familie Schaaf hat ein Bild beigesteuert. Quelle: Peter Heller
Jühnde

Wilhelm Rehbein hat von 1887 bis 1978 in Jühnde gelebt. Viele Jühnder haben ihn noch gekannt. Eine Ausstellung, die nur am Sonntag, 4. November, zu sehen ist, zeigt seine Werke – Erinnerungen inklusive.

Einmalige Ausstellung zu Wilhelm Reihbein (1897-1978) in der Friedrich-Spielmann-Halle in Jühnde: Organisator Hubertus Menke zeigt die Werke. Quelle: Peter Heller

„Eigentlich war der Wilhelm ja noch viel dicker“, sagte eine Jühnderin, als sie eine Zeichnung in der Ausstellung besichtigt. Die Zeichnung, in der auch der Jäger zu sehen ist, ist auf den 1943 datiert. Der „dicke Wilhelm“ ist eines von knapp 100 Rehbein-Werken, die am Sonntag in der Friedrich-Spielmann-Halle in Jühnde zu sehen sind.

Zusammengetragen hat die Ausstellung Ortsheimatpfleger Hubertus Menke. Unterstützt wurde er von der Sohnrey-Gesellschaft und von vielen Jühndern. Denn den Künstler kennen viele der älteren Einwohner noch. „Rehbein war eigentlich Maler, also Anstreicher von Beruf“, sagt Menke. In den Wintermonaten, wenn im Handwerk Flaute herrschte, verdiente sich Rehbein mit seinen Bildern aber auch mit bemalten Milchkannen, die als Schirmständer genutzt wurden, mit Puppenmöbeln und anderen bemalten Kleinmöbeln etwas hinzu.

Bilder des Künstlers Wilhelm Rehbein sind am Sonntag in einer Ausstellung in der Friedrich-Spielmann-Halle in Jühnde zu sehen.

Landschaften: Bilder von Wilhelm Rehbein

Die Bilder zeigen Landschaften, die er, wie Menke erklärt, von Kalenderblättern abmalte. „Er war wohl nie in der Heide“, so der Ortsheimatpfleger. Auf seinen Landschaftsbildern ist die Heide dennoch zu sehen. Harz, Hirsche, aber auch verspielte italienische Landschaften und Jühnder Häuser hat er in Öl auf Holz und Leinwand verewigt. Manchmal musste auch ein kariertes Tuch als TRäger herhalten.

Jühnder Künstler an der Wand

Eine dieser Landschaften hängt bei Familie Schaaf. Großvater Schaaf hat den idyllischen Buchenwald aus seinem Familienbesitz geerbt, er hängt in seinem Wohnzimmer. „Da fehlt jetzt etwas an der Wand“, sagt Angelo, der Enkel, der mit Vater Ingo die Ausstellung besucht. Und immer wieder entdecken die Jühnder Details in den Bildern, die vorher gar nicht auffielen. „Die Pilze dort“, sagt Ingo Schaaf. Kleine Fliegenpilze, die sich im Gras verstecken, und kaum zu erkennen sind, wenn das Bild oben an der Wand hängt.

Eine eintägige Ausstellung mit Bildern und Objekten des Jühnder Malers Wilhelm Rehbein ist am Sonntag, 4. November, in der Friedrich-Spielmann-Halle in Jühnde zu sehen. Quelle: Peter Heller

Die Jühnder haben für die Ausstellung Wände, Keller und Dachböden durchstöbert und ihre Rehbeins beigesteuert. Manch einer erinnert sich noch an den Künstler. „Bei uns hat er auch mal tapeziert“, sagt Schaaf.

Die einmalige Ausstellung mit Bildern und Objekten des Jühnder Malers Wilhelm Rehbein ist am Sonntag, 4. November, in der Friedrich-Spielmann-Halle in Jühnde zu sehen. Sie ist noch bis 18 Uhr geöffnet.

Von Britta Bielefeld

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