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Göttingen Reinhold Hilbers spricht zu Schützen
Die Region Göttingen Reinhold Hilbers spricht zu Schützen
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16:36 07.05.2018
Finanzminister Reinhold Hilbers war der Hauptredner des diesjährigen Schützenfrühstücks. Quelle: Vera Wölk
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Göttingen

„Schützenfeste sind, seit langer Zeit, Teil unserer Kultur“, sagte Hilbers. In Niedersachsen seien derzeit rund 265000 Männer und Frauen Mitglied in einem der 2000 Schützenvereine. „Wenn ein Schütze seine Uniform anzieht, dann fühlt er sich positiv bestärkt“, sagte der Finanzminister. In seiner Rede ging er mit einigen Anekdoten auch auf die derzeitige Landespolitik ein. Dort soll sich in der Finanzpolitik zukünftig darauf konzentriert werden, die bestehenden Kredite zurückzuzahlen und keine neuen Schulden zu machen. Die Menschen müssten sich daran erinnern, dass es nicht möglich sei, Probleme mit Geld zu lösen. „Die Menschen müssen ihr Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen“, zitierte Hilbers Ludwig Erhard. Ein weiteres wichtiges Thema der neuen Landesregierung sei die Digitalisierung, bei der es notwendig sei, das Land voranzubringen. „Hier müssen wir Verbindungen auf Gigabit-Niveau erreichen, um im Länderbereich vorn dabei zu sein“, sagte Hilbers. Einige Spitzen in Richtung der anderen Parteien waren auch Teil seiner Rede, so sagte er beispielsweise, dass ihm die Schützen in ihren grünen Jacken die liebsten Grünen seien.

Hauptredner war Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Werrataler Blasmusikanten und ein Udo-Lindenberg-Double.

Rückblick auf politische Ereignisse

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) gab den Besuchern des Festzeltes auf dem Schützenplatz einen Einblick in die Göttinger Politik. Hierbei verglich er die Göttinger Ratsfraktionen mit Hähnen, da wenn einer anfange zu schreien, alle anderen mit einstimmen würden. Was dem Rat fehle, seien Hennen, die rechtzeitig ihren Platz einnehmen und für etwas Ruhe sorgen. Ein Ereignis aus der Ratsarbeit, das Köhler in seine Rede aufgenommen hatte, war der Rücktritt von Sylvia Binkenstein (SPD) als Ratsvorsitzende zu Beginn der Ratssitzung am 13. April. Durch ihren Rücktritt stand sie für das 626. Göttinger Schützenfest auch nicht als Schützendame an der Seite des Schützenherren Köhler zur Verfügung. Diese Aufgabe übernahm beim Antreten der Schützen vor dem Alten Rathaus am Freitagnachmittag und während des Umzugs am Sonntag die Ehrenschützendame Renate Bank. Außerdem erinnerte Köhler daran, dass die Partei „Die Partei“ im vergangenen Jahr die Umbenennung Göttingens in Martin-Sonneborn-Stadt gefordert hat. „Der Stadtrat musste sich mit diesem Antrag tatsächlich beschäftigen“, sagte Köhler. Mit Blick auf die vergangenen Wahlen in Bund und Land erklärte der Oberbürgermeister, dass er hoffe, dass die von der Landesregierung beschlossene Beitragsfreiheit bei Kindergartenplätzen nicht auf Kosten der Kommunen umgesetzt werden.

Schützenfest in der Himmelfahrtswoche

Superintendent Friedrich Selter erinnerte zu Beginn des Frühstücks in einer kleinen Andacht gemeinsam mit Dechant Wigbert Schwarze daran, dass die Schützen mit der Verlegung des Schützenfestes in den Mai Mut bewiesen haben. Dies sei wichtig gewesen, um eine gute Sache gut am Laufen zu lassen. Auch der Oberschaffer der Bürgerschützengesellschaft Harald Grahovac ging auf den neuen Termin, künftig soll das Schützenfest immer in der Himmelfahrtswoche gefeiert werden, ein. „Es ist schön, dass es gelungen ist in diesem Jahr wieder mehr Schausteller auf den Festplatz zu holen“, sagte Grahovac. Für ihre Verdienste um das Schützenwesen konnte Grahovac den Verdienstorden der Bürgerschützengesellschaft an Gerda Pfister, Manfred Pfister und den neuen Schützenkönig Rolf Herbig verleihen. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Werrataler Blasmusiker und ein Udo Lindenberg Double.

Von Vera Wölk

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