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Göttingen Reuter kündigt erneut Preissenkungen im ÖPNV an
Die Region Göttingen Reuter kündigt erneut Preissenkungen im ÖPNV an
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00:33 28.04.2018
Landrat Bernhard Reuter (SPD) spricht beim Empfang des Landkreises Göttingen im Kloster Walkenried. Quelle: Riese
Walkenried

Reuter bezeichnete die Zukunftsfähigkeit der Mittelzentren und Dörfer als „entscheidenden Faktor für die Entwicklung Südniedersachsens“. Die Region brauche ein starkes Oberzentrum; im gleichen Maße sei die Stadt auf ein attraktives Umfeld angewiesen. Der ländliche Raum sei mehr als Fachwerkkulisse und Gelegenheit für Wanderausflüge. Er sei Lebensraum für die Mehrzahl der Menschen in der Region.

Die Schulentwicklungsplanung im Kreis sei zuletzt ein emotional diskutiertes Thema gewesen, so Reuter. Die Politik gebe den örtlichen Akteuren den Freiraum, die Zukunft der betroffenen Schulen im gesetzlichen Rahmen selbst zu sichern. Für den Landkreis sei es wichtig, dass er rechtskonform handele, begrenzte Ressourcen verantwortlich einsetze und das bestmögliche Bildungsangebot gewährleiste.

Preissenkungen im ÖPNV

Zum öffentlichen Personennahverkehr kündigte Reuter erneut an, dass der Landkreis eine Preissenkung anstrebe, um ihn attraktiver zu machen. Der Ausbau des Busverkehrs werde über den aktuellen Nahverkehrsplan gesichert. Speziell im Harz führe dies zu einigen Verbesserungen; 2019 werde auch die Schnellbuslinie zwischen Duderstadt und Göttingen eingerichtet.

Bilder vom Jahresempfang des Landkreises Göttingen in Walkenried:

Der Landkreis Göttingen hat anlässlich seines Jahresempfangs 2018 ins Kloster Walkenried eingeladen.

„Wird noch zu schmerzhaften Diskussionen führen“

Den massiven Stellenzuwachs in der Kreisverwaltung rechtfertigte Reuter mit zusätzlich zu erfüllenden Pflichtaufgaben, gestiegenen Fallzahlen und Vorgaben des Kreistags. Die Verwaltung komme mit immer neuen Aufgaben an ihre Grenzen. Nun habe man mit einer Produktanalyse begonnen: „Wir schauen uns in jedem Einzelfall an, wofür und wie effektiv in der Kreisverwaltung ein Euro verwendet wird.“ Nach der Analyse stehe die Priorisierung an. Dabei gehe es darum, Aufgaben zu reduzieren oder sogar ganz zu streichen. Das sei die Aufgabe der Politik. „Ich bin mir sicher: Das wird noch zu einigen schmerzhaften Diskussionen führen“, prognostizierte Reuter.

Fusion der Sparkassen auf dem Prüfstand

Zur Entwicklung der Sparkassen im Landkreis deutete er kurz das beauftragte Gutachten an, welches die Vorteile einer Fusion der Sparkassen Osterode, Duderstadt, Hann. Münden und Bad Sachsa untersuchen soll. „Es geht darum, die Sparkassen als regionale Finanzdienstleister in einer globalen Wettbewerbssituation zu stärken“, so Reuter. Ob das mit oder ohne Fusion besser gelingen kann, ließ er noch offen: „Alle vier sind derzeit noch einzeln überlebensfähig, aber ich will sie wetterfest machen für eine Zukunft, die schwieriger werden wird.“

Zu den Fusionsüberlegungen der Stadt Bad Sachsa stellte der Landrat klar, dass er nicht auf Fusionsgespräche dränge. „Tatsache ist: Ich bin für die kommunale Selbstverwaltung – deren Kehrseite allerdings dann auch die Eigenverantwortung ist.“ Die Gemeinden im Südharz hätten ihre Zukunft selbst in der Hand, und der Landkreis unterstütze „jede vernünftige Entscheidung“. Eine solche müsse aber „der Verantwortung für die Menschen gerecht werden“.

Von Markus Riese

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