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Göttingen Rosdorfer „Rosa“: Bürger kritisiert Hubschrauberrundflüge
Die Region Göttingen Rosdorfer „Rosa“: Bürger kritisiert Hubschrauberrundflüge
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00:17 09.02.2013
Rundflüge per Hubschrauber: Laut Anbieter haben im vergangenen Jahr Hunderte das Angebot bei der „Rosa“ genutzt. Quelle: Heller
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Rosdorf

Bereits im vergangenen Jahr gab es Beschwerden, dass die Hubschrauber das gesamte Wochenende über Lärm verursacht hätten. Diese Kritik erneuerte jetzt ein Bürger in der Einwohnerfragestunde im Rat. „Wie wir im letzten Jahr am Sonnabend und Sonntag belärmt wurden, das war eine Katastrophe“, sagte er und forderte die Verwaltung auf, „jetzt rechtzeitig zu intervenieren“. Die Hubschrauberrundflüge seien ja grundsätzlich in Ordnung, aber nicht am Sonntag. „Ich darf nachmittags nicht mähen, und dort wird stundenlang geflogen“, ärgerte er sich.

„Wir werden das mit einfließen lassen in unsere Gespräche“, entgegnete Bürgermeister Harald Grahovac (SPD). „Aber wir werden als Gemeinde kaum Einfluss haben. Wir sind nicht die Genehmigungsbehörde. Und wenn diese das genehmigt, wird das auch so bleiben.“

Als zuständige Luftfahrtbehörde fungiert die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel. Dort sei zwar noch kein Antrag für Hubschrauberrundflüge in Rosdorf an besagtem Aprilwochenende eingegangen, sagt Leiter Bernd Mühlnickel. Dafür habe man aber bereits die Beschwerde eines Bürgers zu der diesjährigen Veranstaltung auf dem Schreibtisch liegen. Das sei neu, so Mühlnickel. In der Vergangenheit habe es das nicht gegeben.

Immer professionell und konsequent

Was bei der Genehmigung solcher Rundflüge berücksichtigt werden muss, erklärt Mühlnickel so: „Im Wesentlichen sind dies ordnungsrechtliche Aspekte sowie naturschutzfachliche Belange, die mit den zuständigen Ordnungs- und Naturschutzbehörden abgestimmt werden.“ In Rosdorf seien in der Vergangenheit diverse Auflagen gemacht worden.

So hätten beispielsweise Wohn- oder Naturschutzgebiete gar nicht oder allenfalls in einer bestimmten Mindestflughöhe passiert werden dürfen.

Diese Auflagen seien „immer sehr professionell und konsequent zur allgemeinen Zufriedenheit“ eingehalten worden. Das sagt auch Benjamin Dannenberg, Geschäftsführer der Firma Helijet Flightservices in Göttingen und Anbieter der Hubschrauberrundflüge in Rosdorf: „Wir versuchen, eine Belästigung der Anrainer bei Rundflügen immer auf ein Minimum zu reduzieren.

Gefährdung der Bevölkerung durch Start und Landung ausgeschlossen

Daher sind auch im Falle der Rosa die An- und Abflugrouten (…) so gewählt, dass weder Naturschutzgebiete noch Wohngebiete überflogen werden.“ Der An- und Abflug erfolge vom Gelände neben Holzland Hasselbach in Richtung alte Ziegelei und Postverteilerzentrum, so dass lediglich Industriegebiet bei Start und Landung überflogen werde. Damit sei eine Gefährdung der Bevölkerung durch Start und Landung ausgeschlossen.

Auch der Ortsrat Rosdorf befasste sich kürzlich mit dem Thema. Man sehe sich allerdings außerstande, dem Veranstalter Auflagen zu erteilen, sagt Ortsbürgermeister Gerhard Winter (CDU). Außerdem seien die Flüge „bei den Bürgern sehr begehrt“.

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