Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Schüler sammeln rote Hände
Die Region Göttingen Schüler sammeln rote Hände
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 13.02.2019
Schüler des FKGs, die die Aktion vorbereitet haben, mit den Plakaten. Quelle: Wölk
Göttingen

Anlässlich des Red Hand Days haben Lehrer und Schüler am Göttinger Felix-Klein-Gymnasium (FKG) rote Handabdrücke gesammelt. Der jährliche internationale Aktionstag richtet sich gegen die Rekrutierung von Kindern als Soldaten.

Bewusstsein für das Thema schaffen

Organisiert wurde der Aktionstag am FKG von der Unicef Arbeitsgruppe Göttingen in Zusammenarbeit mit den Unicef Gruppen in den Klassen des Gymnasiums, die das internationale Abitur machen wollen. „Dieses Jahr sind etwa 60 Hände zusammengekommen“, berichtete Hans-Joachim Merrem von der Unicef Arbeitsgruppe. Gesammelt wurden sie während einer großen Pause.

Mit den roten Händen solle deutlich gemacht werden, dass es einen Protest gegen den Missbrauch von Kindern als Kindersoldaten gebe. Vom FKG waren 14 Schüler an der Aktion beteiligt. „Es ist wichtig, den Kindern hier zu zeigen, wie gut sie es eigentlich haben“, sagte eine Schülerin. Eine andere Schülerin, die sich bereits im vergangenen Jahr an der Aktion beteiligt hatte, ergänze, dass es notwendig sei, ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen. Um den Schülern das Thema näher zu bringen hatte Merrem Informationsmaterial mitgebracht und die Mitglieder der Unicef-Gruppen des FKGs hatten aus den Informationen ein Quiz zum Thema zusammengestellt. „Die Hände, die wir gesammelt haben, wollen wir als Mahnung an die Firma Heckler und Koch schicken“, sagte Merrem. Laut Merrem soll es auch 2020 wieder eine Red Hand Aktion in Göttingen geben.

Einsatz von Kindersoldaten seit 2002 veboten

Der Einsatz von Kindersoldaten ist seit dem 12. Februar 2002 verboten. Damals wurde ein Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Dennoch werden nach Angaben der Unicef Kinder insbesondere in Bürgerkriegen eingesetzt. Derzeit gebe es weltweit noch rund 250000 Kindersoldaten. Deshalb sei es auch, wenn es im Kampf gegen Kindersoldaten bereits erste Erfolge gebe, notwendig, sich weiter gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten einzusetzen.

Von Vera Wölk

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bis 2033 muss und will die Stadt Göttingen 652 Millionen Euro investieren, um ihre Schulen, Feuerwehrhäuser, Theater und Straßen fit zu machen. Ihr neues Hilfsmittel dabei: ein Zukunftsinvestitionsprogramm.

13.02.2019

Erhitzte Diskussionen gibt es derzeit ums Städtische Museum in Göttingen. Auch außerhalb der Region blickt man auf den Umgang der Stadt mit ihrer renommierten Einrichtung. Das ist der Stand der Diskussion.

16.02.2019

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Göttingen hat sich einstimmig für den Bebauungsplan „Westlich Friedländer Weg“ ausgesprochen. Damit will die Stadt verhindern, dass wertvolle und erhaltungswürdige Bausubstanz verschwindet.

15.02.2019